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Alle Zutaten für einen Agententhriller

Neue Aussagen befeuern die These, wonach Frankreichs Geheimdienst Muammar al-Ghadhafi hinrichtete. Bekannt wurde auch das Foto des jungen Mannes, der mit Ghadhafis Pistole posierte.

Oliver Meiler
In Paris verstorben: Omran Ben Shaaban mit Ghadhafis berühmter goldener Pistole.
In Paris verstorben: Omran Ben Shaaban mit Ghadhafis berühmter goldener Pistole.
PD

Diese Geschichte hat alle Zutaten für einen Agententhriller. Es sind auch Elemente drin, die zum Genre einer Verschwörungstheorie passen. Ist sie hingegen wahr, dann hat die neue Version des Todes von Muammar al-Ghadhafi das Zeug zum politischen Erdbeben – in Frankreich. Man schrieb den 20. Oktober 2011. Nach monatelangem Versteckspiel geriet der Konvoi des libyschen Diktators an jenem Tag in der Nähe von Sirte in ein Bombardement der Nato. Nach offizieller Version flüchtete Ghadhafi in eine Betonröhre, seine berühmte goldene Pistole in der Hand. Rebellen zerrten ihn aus der Röhre, lynchten ihn, legten ihn wie eine Trophäe auf eine Kühlerhaube. Die Bilder gingen um die Welt. Eine Mischung aus Abscheu und Verständnis begleitete sie: Der Mob rächt sich am brutalen Herrscher.

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