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Alles in Erdogans Händen

Was aus der Türkei wird, entscheidet der Staatschef. Die Spannungen drohen das Land zu zerreissen. Erdogan muss sein Verhalten ändern.

Die Türken haben Recep Tayyip Erdogans Partei AKP mit einer absoluten Mehrheit ausgestattet: Anhänger in Ankara. Foto: Reuters
Die Türken haben Recep Tayyip Erdogans Partei AKP mit einer absoluten Mehrheit ausgestattet: Anhänger in Ankara. Foto: Reuters

Recep Tayyip Erdogan hat sich das Land zurückerobert, das er ohnehin als sein Eigentum begreift. Die Türken haben seine AKP bei den Parlamentswahlen am Sonntag wieder mit einer absoluten Mehrheit ausgestattet. Dies ist eine Machtfülle, von der man schon nicht mehr glaubte, dass die Partei sie noch einmal erreichen würde. Wie sollte eine Politik mehrheitsfähig sein, bei der Kritiker verfolgt werden – von Staatsanwälten und von einem wütenden Mob auf der Strasse? In der Krieg nur um des eigenen Machterhalts willen geführt wird? Vor fünf Monaten hatten die Bürger Erdogans islamisch-konservativer AKP bei Wahlen erstmals seit 13 Jahren die absolute Mehrheit entrissen. Ihnen war der Machthunger des Präsidenten suspekt geworden. Nach diesen Wahlen fragt man sich jetzt: Wer, wenn nicht der Wähler, ist überhaupt in der Lage, Recep Tayyip Erdogan zu stoppen?

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