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Am Glauben aufgehängt

Die zum Tode verurteilte Sudanesin Meriam Ibrahim wurde erst freigelassen und dann wieder verhaftet.

Der Vollzug ihrer interreligiösen Ehe gilt im Sudan als Verbrechen: Meriam Ibrahim.
Der Vollzug ihrer interreligiösen Ehe gilt im Sudan als Verbrechen: Meriam Ibrahim.
Keystone

Plötzlich rast die Geschichte auf ein Happy End zu. Nach neun Monaten voller Angst, Schmerz und Verzweiflung kommt Meriam Ibrahim am Dienstag aus der Todeszelle frei.

Einen Tag später eilen Meriam, ihr Mann und ihre zwei Kinder durch den Flughafen von Sudans Hauptstadt Khartum, um ein Flugzeug in die USA zu erwischen. Dort wollen sie ein neues Leben beginnen. Die Erlösung liegt nur noch wenige Meter entfernt. Dann riegeln 40 Uniformierte den Weg ab, verhaften Meriam zum zweiten Mal. Die 27-Jährige soll ihren Pass gefälscht haben. Seither hält man sie auf einer Polizeistation fest.

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