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Angespannte Lage in Jerusalem

Nach dem Militäreinsatz gegen die Gaza-Hilfsflotte ist die israelische Polizei in Alarmbereitschaft versetzt worden. Nun hat sich auch Barack Obama zu Wort gemeldet.

Empörung auf beiden Seiten: Israelische Proteste vor der türkischen Botschaft in Tel Aviv.
Empörung auf beiden Seiten: Israelische Proteste vor der türkischen Botschaft in Tel Aviv.

Der Zugang zum Vorplatz der El-Aksa-Moschee auf dem Tempelberg in der Jerusalemer Altstadt wurde eingeschränkt, um am Rande des muslimischen Freitagsgebets mögliche Proteste zu verhindern, wie Polizeisprecher Micky Rosenfeld sagte.

Zugang werde nur Muslimen über 40 Jahren und Musliminnen gewährt. Der Alarm gelte landesweit, vor allem aber in Jerusalem, wo Hunderte Polizisten Streife gingen. Die El-Aksa-Moschee gilt als drittwichtigste Moschee des Islam.

Am Montag hatten israelische Soldaten im Mittelmeer einen internationalen Verband mit Hilfsgütern für den von Israel abgeriegelten Gazastreifen gewaltsam gestoppt. Neun pro-palästinensische Aktivisten wurden bei dem Einsatz getötet. Der Vorfall löste international eine Welle der Empörung aus.

«Stillstand beenden»

US-Präsident Barack Obama hat derweil gefordert, den festgefahrenen Nahost-Friedensprozess wieder in Gang zu bringen. «Es ist nun wichtig, dass wir den Stillstand beenden und diese Tragödie als Chance begreifen», sagte Obama in einem CNN-Interview am Donnerstag.

Israel habe zwar berechtigte Sicherheitsbedenken wegen der Bedrohung durch die im Gazastreifen herrschende radikal-islamische Hamas. Die israelische Blockade des Palästinenser-Gebiets beeinträchtige aber die wirtschaftlichen Möglichkeiten der Menschen dort erheblich.

Israel lehnt Untersuchung ab

Obama bekräftigte zugleich seine Unterstützung für eine interne Untersuchung des Vorfalls mit internationaler Hilfe. Die Regierung in Tel Aviv lehnte eine internationale Untersuchung ab. Aussenminister Avigdor Lieberman deutete allerdings zuletzt an, dass sich eine israelische Kommission mit Unterstützung ausländischer Beobachter der Sache annehmen könnte.

Rund 450 festgenommene Aktivisten kamen wieder auf freien Fuss und flogen am Donnerstag von Israel in die Türkei. Israel hat den Gazastreifen abgeriegelt, um die Hamas von Waffenlieferungen abzuschneiden.

afp/sda/jak

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