Zum Hauptinhalt springen

Anschlag auf Kirche in Nigeria

Bei der Detonation einer Autobombe vor einer Kirche in Nigeria kamen mindestens ein Dutzend Menschen ums Leben. Über 30 Personen wurden verletzt.

Terror vor dem Gotteshaus: Das Wrack des Bombenfahrzeugs in Bauchi. (3. Juni 2012)
Terror vor dem Gotteshaus: Das Wrack des Bombenfahrzeugs in Bauchi. (3. Juni 2012)
Keystone

Im Norden Nigerias sind bei einem Autobombenanschlag nahe einer Kirche mindestens 14 Menschen getötet worden, wie der staatliche Katastrophenschutz mitteilte. Das nigerianische Rote Kreuz sagte, es seien mehr als 30 Menschen verletzt worden. Zu dem Anschlag bekannte sich zunächst niemand.

Der Selbstmordattentäter fuhr mit seinem Wagen auf das Gelände der Kirche in der Hauptstadt Bauchi des gleichnamigen Staates und zündete seinen Sprengsatz, als Gläubige das Gotteshaus heute Sonntagmorgen nach einer Messe verliessen. Polizeiangaben zufolge hinderte Sicherheitspersonal den Attentäter daran, noch näher an die Kirche heranzufahren.

Soldaten weisen Sanitäter ab

Das Gotteshaus stürzte teilweise ein und begrub Gläubige unter sich, andere zogen sich Verbrennungen zu. Polizei und Soldaten riegelten das Gebiet nach der Explosion ab und verwehrten Rettungskräften zunächst den Zugang. Ein Sprecher der nationalen Katastrophenschutzbehörde bestätigte die Explosion, nannte aber keine weiteren Details.

Die radikal-islamische Sekte Boko Haram verübt regelmässig Anschläge im Norden des Landes, darunter auch auf Kirchen. Die Sekte will in Nigeria eine strenge Auslegung des islamischen Rechts einführen. Allein in diesem Jahr sollen mehr als 530 Menschen bei Gewaltakten ums Leben gekommen sein, die der Sekte zugeschrieben werden.

Bei Kämpfen in einem ländlichen Gebiet nahe der nigerianischen Hauptstadt Abuja waren am Samstag mindestens 20 Menschen getötet worden. 50 weitere Menschen wurden verletzt. Wie das nigerianische Rote Kreuz am Samstag mitteilte, wurden durch die Gewalt im Umfeld der Ortschaft Assakio im zentralen Bundesstaat Nasarawa zudem etwa 6000 Menschen aus ihren Häusern vertrieben. Erste Angriffe seien bereits am Freitag erfolgt.

SDA/ami

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch