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Arabische Liga gesteht Fehler in der Syrien-Mission ein

Katars Regierungschef hat den UNO-Generalsekretär Ban um technische Hilfe für die Beobachter in Syrien angefragt. Dabei gestand er, dass der Mission «einige Fehler» unterlaufen seien.

Will am Samstag über den weiteren Verlauf der Mission entscheiden: Scheich al-Thani.
Will am Samstag über den weiteren Verlauf der Mission entscheiden: Scheich al-Thani.
Keystone

In der Arabischen Liga wächst das Unbehagen über die nach Syrien entsandte Beobachtermission. Die Liga habe bei der erstmaligen Entsendung von Beobachtern in ihrer Geschichte «einige Fehler» begangen, sagte Katars Regierungschef Scheich Hamad bin Dschassem al-Thani.

Er äusserte sich am Rande eines Treffens mit UNO-Generalsekretär Ban Ki Moon in New York, um «technische Hilfe» zu erfragen und sich über die Erfahrungen der UNO in diesem Bereich zu informieren, wie die kuwaitische Nachrichtenagentur Kuna am Mittwoch meldete.

«Details zu Fehlern offen»

Ein UNO-Sprecher sagte, Ban und Al-Thani hätten «praktische Massnahmen besprochen, mit denen die Vereinten Nationen die Beobachtermission der Arabischen Liga in Syrien unterstützen könnten».

«Das ist die erste derartige Erfahrung für uns», sagte der katarische Regierungschef laut Kuna. Die Beobachter hätten ihr Bestes gegeben. Er sehe aber, «dass es Fehler gibt.» Deshalb brauche die Liga nun «die Erfahrung der UNO».

Der katarische Regierungschef liess offen, welche Fehler von der Mission gemacht wurden. Die syrische Opposition hatte kritisiert, dass die Beobachter sich bei ihrem Einsatz zu sehr von den Sicherheitsbehörden steuern liessen und dass trotz ihrer Anwesenheit hunderte Menschen getötet worden seien.

Liga berät am Samstag

Al-Thani, der die Taskforce der Liga zu Syrien leitet, betonte allerdings, es sei auch nicht Aufgabe der Beobachter, «das Töten zu beenden.» Dem Konflikt könne nur Syriens Präsident Bashar Assad ein Ende setzen.

Minister der Arabischen Liga wollen am Samstag über die Zukunft der Mission beraten. Al-Thani zufolge geht es dabei darum, ob die Mission fortgesetzt werden kann oder nicht. Seit Beginn der Proteste gegen Assad im März wurden nach UNO-Angaben mehr als 5000 Menschen getötet.

SDA/kpn

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