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Ashtiani lebt

Die zum Tod verurteilte Iranerin ist nicht wie befürchtet am Mittwochmorgen hingerichtet worden – wegen der weltweiten Reaktionen, glaubt eine Aktivistin.

«Fall ist noch in der Prüfung»: Irans Präsident Mahmoud Ahmadinejad
«Fall ist noch in der Prüfung»: Irans Präsident Mahmoud Ahmadinejad
Keystone
Weltweit demonstrieren Menschen für Sakineh Mohammadi Ashtiani, hier in Italien.
Weltweit demonstrieren Menschen für Sakineh Mohammadi Ashtiani, hier in Italien.
Keystone
Auch in Lissabon protestierten Aktivistinnen.
Auch in Lissabon protestierten Aktivistinnen.
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Die zum Tod durch Steinigung verurteilte Iranerin Sakine Mohammadi Ashtiani ist weiterhin am Leben. «Sie wurde heute nicht hingerichtet», sagte die in Deutschland lebende Sprecherin des Komitees gegen die Steinigung, Mina Ahadi, am Mittwoch unter Berufung auf ihre eigenen Quellen im Iran der Nachrichtenagentur AFP.

Die Uhrzeit für die Hinrichtungen sei für diesen Mittwoch bereits verstrichen. «Aber die Gefahr bleibt. Es kann immer passieren», ergänzte sie. Ahadi und französische Menschenrechtsaktivisten hatten am Dienstag die Besorgnis geäussert, die Hinrichtung Ashtianis könne unmittelbar bevorstehen. Den Angaben zufolge hat das Oberste Gericht in Teheran die Vollstreckung der Todesstrafe genehmigt.

«Sehr gut reagiert»

Ahadi schreibt es unter anderem dem internationalen Druck zu, dass die Verurteilte noch am Leben ist. «Manche Staaten wie Frankreich, Grossbritannien, Italien, die USA sowie die EU insgesamt haben sehr gut reagiert», sagte Ahadi hinsichtlich der weltweiten Proteste gegen eine Hinrichtung Ashtianis. Manche Vertreter hätten gar mit der iranischen Regierung Kontakt aufgenommen, wird Ahadi in der arabischen «Gulfnews» zitiert. «Es ist klar, dass das eine Rolle gespielt hat.»

Ashtiani wurde nach iranischen Angaben im Jahr 2006 in zwei verschiedenen Gerichtsverfahren zum Tode verurteilt worden. Im ersten Fall wurde sie wegen angeblicher Verwicklung in den Mord an ihrem Ehemann zum Tod durch den Strang verurteilt. Ein Berufungsgericht wandelte das Urteil 2007 in eine zehnjährige Haftstrafe um. Im zweiten Fall wurde sie wegen mehrfachen Ehebruchs zum Tod durch Steinigung verurteilt. Ihr Schicksal löste weltweit Empörung und Proteste aus. Im Juli wurde ihre Hinrichtung zunächst ausgesetzt.

AFP/oku

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