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Assad lässt Chemiewaffen-Inspektoren nicht einreisen

Auf Bitten der Regierung in Damaskus wollte die UNO eine Gruppe von Chemiewaffen-Inspektoren nach Syrien schicken. Nun hat es sich das Regime offenbar anders überlegt: Es verweigert dem Team die Einreise.

Werden dem Gebrauch von Chemiewaffen bezichtigt: Syrische Rebellen halten in der Nähe von Aleppo die Stellung. (Juli 2012)
Werden dem Gebrauch von Chemiewaffen bezichtigt: Syrische Rebellen halten in der Nähe von Aleppo die Stellung. (Juli 2012)
Keystone

Die syrische Regierung hat einer Gruppe von Chemiewaffen-Inspektoren der Vereinten Nationen die Einreise verweigert. Die von UNO-Generalsekretär Ban Ki Moon vorgeschlagene «zusätzliche Mission» mit Bewegungsfreiheit im ganzen Land stehe im Widerspruch zum Untersuchungsantrag Syriens bei der UNO. So zitierte die amtliche syrische Nachrichtenagentur Sana am Montag einen Vertreter des Aussenministeriums in Damaskus.

Ban hatte zuvor erklärt, dass ein Vorausteam mehrerer Chemiewaffen-Inspektoren Zypern erreicht habe und dort nun auf grünes Licht der Regierung von Syriens Staatspräsident Baschar al-Assad warte.

Untersuchung von Regime erbeten

Laut Diplomaten verwehrte die Regierung in Damaskus den Zugang zum syrischen Territorium bislang, obwohl sie selbst bei den Vereinten Nationen eine Untersuchung erbeten hatte.

Assad und seine Getreuen werfen den Rebellen vor, in der Provinz Aleppo Chemiewaffen eingesetzt zu haben. Umgekehrt bezichtigt auch die Opposition die Regierungstruppen des Einsatzes von Chemiewaffen.

Begonnen hatte der Bürgerkrieg in Syrien im März 2011 mit friedlichen Demonstrationen von unbewaffneten Zivilisten gegen die Führung von Staatspräsident Assad. Die UNO teilte im Februar mit, dass seitdem mehr als 70'000 Menschen getötet worden seien.

(SDA)

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