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Assad verliert einen wichtigen Verbündeten

Der iranische Präsident Rohani sagt, er würde auch einen neuen syrischen Führer akzeptieren. Dem Westen wirft er vor, nur ein Ziel zu haben.

Die iranische Regierung um den neuen Präsidenten Hassan Rohani begrüsst den russischen Vorschlag, die syrischen Chemiewaffen unter internationale Aufsicht zu stellen. Damit wollen die Russen einen Militärschlag der USA verhindern.
Die iranische Regierung um den neuen Präsidenten Hassan Rohani begrüsst den russischen Vorschlag, die syrischen Chemiewaffen unter internationale Aufsicht zu stellen. Damit wollen die Russen einen Militärschlag der USA verhindern.
Keystone
Laut Marzieh Afkham, Sprecherin des Aussenministeriums in Teheran, strebt der Iran «die Vernichtung aller Massenvernichtungswaffen in der Region» an. Dies müsse auch «die Chemiewaffen umfassen, über welche die syrischen Rebellengruppen verfügen», betont Afkham.
Laut Marzieh Afkham, Sprecherin des Aussenministeriums in Teheran, strebt der Iran «die Vernichtung aller Massenvernichtungswaffen in der Region» an. Dies müsse auch «die Chemiewaffen umfassen, über welche die syrischen Rebellengruppen verfügen», betont Afkham.
Keystone
Nachdem der moderate Kleriker Hassan Rohani in diesem Sommer das Präsidentenamt von Mahmoud Ahmadinejad übernommen hat, kommen konziliantere Töne aus Teheran. So plant der Iran bei der UNO-Vollversammlung ab Mitte September eine Initiative für neue Atomgespräche. Seine atomaren Rechte will der Iran jedoch nicht aufgeben.
Nachdem der moderate Kleriker Hassan Rohani in diesem Sommer das Präsidentenamt von Mahmoud Ahmadinejad übernommen hat, kommen konziliantere Töne aus Teheran. So plant der Iran bei der UNO-Vollversammlung ab Mitte September eine Initiative für neue Atomgespräche. Seine atomaren Rechte will der Iran jedoch nicht aufgeben.
AFP
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Der Iran wäre bereit, auch einen anderen syrischen Führer als Präsident Bashar al-Assad zu akzeptieren. Allerdings gehe es im Syrienkonflikt nicht um Assad, sagte heute der iranische Präsident Hassan Rohani an einem Treffen mit Kommandanten der Revolutionsgarden in Teheran. «Syrien muss in erster Linie zur Stabilität zurückfinden. Und dann werden auch wir bei einem demokratischen Prozess jeden Präsidentschaftskandidaten, der die Mehrheit der Stimmen erhält, akzeptieren», sagte Rohani laut Nachrichtenagentur Fars.

Rohani warf dem Westen vor, über den Syrienkonflikt die Verhältnisse im Nahen Osten ändern zu wollen. «Dabei soll in erster Linie Israel gestärkt und die antiisraelische Front geschwächt werden.» Aber wie in Afghanistan und im Irak würden die westlichen und amerikanischen Rechnungen auch in Syrien nicht aufgehen, prophezeite Rohani.

Diplomatische Initiative begrüsst

Syrien ist der engste Verbündete des Iran im Kampf gegen Erzfeind Israel. Teheran ist vehement gegen einen westlichen Militäreinsatz in Syrien und hat daher die russisch-amerikanische Übereinkunft zur Vernichtung der syrischen Chemiewaffen auch begrüsst.

Teheran hofft, dass damit auch die Kriegsoption vom Tisch sei und das syrische Volk nun intern über die politische Zukunft des Landes entscheiden könne. Dennoch ist es ein offenes Geheimnis, dass die iranischen Führer, auch Rohani, einen Verbleib Assads an der Macht vorziehen würden.

(SDA)

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