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Attentat in Somalia: Spuren in die Schweiz

Vor drei Tagen sprengte sich vor einem Hotel in der somalischen Hauptstadt ein Attentäter in die Luft. Gemäss einem Bericht soll er in der Schweiz gelebt haben.

Fünf Menschen starben: Somalische Soldaten nach dem Anschlag vor dem Hotel SYL in Mogadischu. (22. Januar 2015)
Fünf Menschen starben: Somalische Soldaten nach dem Anschlag vor dem Hotel SYL in Mogadischu. (22. Januar 2015)
Feisal Omar, Reuters

Bei einem Anschlag auf ein Hotel in Somalias Hauptstadt Mogadiscio waren am Donnerstag – einen Tag vor dem Besuch des türkischen Präsidenten – fünf Menschen getötet worden. Der Angreifer raste mit seinem Wagen voll Sprengstoff auf das Hotel SYL nahe des Präsidentenpalastes zu, das häufig von Regierungsbeamten genutzt wird. Vor dem Gebäude detonierte die Bombe.

Wie das somalische Nachrichtenportal «Geeska» mit Berufung auf den somalischen Geheimdienst nun berichtet, hatte der mutmassliche Drahtzieher des Attentats bis vor kurzem in der Schweiz gelebt. M. J. sei vor einem Jahr aus der Schweiz zurückgekehrt. Er sei derjenige gewesen, der sich im Eingang zum Hotel in die Luft gesprengt habe. Seit 2013 sei der Mann Mitglied der Islamisten-Miliz Al-Shabaab.

Diese bekannte sich zur Tat. Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan verurteilte den Anschlag, hielt an seinem Besuch aber fest. Später verschob er die Visite wegen des Todes des saudiarabischen Königs Abdullah auf Sonntag. Ausländische Staatsgäste sind wegen der katastrophalen Sicherheitslage und den chaotischen Zuständen in weiten Teilen des Landes höchst selten in Somalia. Die Türkei gehört zu den grössten Investoren des verarmten ostafrikanischen Landes.

AFP/thu

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