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Auf dem Weg zum Gottesstaat

Ultraorthodoxe Juden wollen den übrigen Israelis ihre Vorstellungen von einem frommen Leben aufzwingen. Der Konflikt verweist auf eine grundsätzliche Fehlentwicklung von Staat und Gesellschaft.

Beschimpften israelische Polizisten als Nazis: Ultraorthodoxe demonstrieren im Jerusalemer Viertel Mea Sharim. (15. Januar 2012)
Beschimpften israelische Polizisten als Nazis: Ultraorthodoxe demonstrieren im Jerusalemer Viertel Mea Sharim. (15. Januar 2012)
Keystone

Was jüngst in der israelischen Stadt Beth Shemesh geschah, hat das Land auf einmal aufgerüttelt. Ultrareligiöse Fanatiker hatten ein Schulmädchen bespuckt, weil es in ihren Augen nicht anständig genug gekleidet war. Dabei war das Mädchen aus religiösem Elternhaus. Das Fernsehen berichtete, und auf einmal schreckten säkulare Israelis auf. Zu Tausenden demonstrierten sie gegen diese Übergriffe. Unter sie mischten sich aber auch durchaus orthodoxe Juden, die das Treiben der Extremisten mit Abscheu und Sorge erfüllt.

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