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«Aus Sicht des Klimas ist Durban eine Nullrunde»

An der Klimakonferenz in Durban haben sich die Vertreter auf einen Fahrplan für ein neues umfassendes Klimaabkommen geeinigt. Der Klimaphysiker Reto Knutti erklärt, was die Beschlüsse wirklich bringen.

Beschluss nur auf dem Papier: Ein übermüdeter Delegierter an der Klimakonferenz in Durban. (11. Dezember 2011)
Beschluss nur auf dem Papier: Ein übermüdeter Delegierter an der Klimakonferenz in Durban. (11. Dezember 2011)
AFP
«Lasst sie Kohle essen»: Eine Aktivistin der britischen Organisation Oxfam in Durban. (9. Dezember 2011)
«Lasst sie Kohle essen»: Eine Aktivistin der britischen Organisation Oxfam in Durban. (9. Dezember 2011)
AFP
Sauberer Strom: Ein Mann tritt in die Pedalen, um die Lichter der Baobab-Installation zum Leuchten zu bringen. (28. November 2011)
Sauberer Strom: Ein Mann tritt in die Pedalen, um die Lichter der Baobab-Installation zum Leuchten zu bringen. (28. November 2011)
Siphiwe Sibeko, Reuters
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Die Übereinkunft von Durban sieht ein neues Abkommen bis 2015 vor, gültig ab 2020. Bis dahin wird das Kyoto-Protokoll, das 2012 ausläuft, verlängert. Was bringen die Beschlüsse von Durban wirklich?

Aus politischer Sicht muss man es wohl als Erfolg werten. Die Verhandlungen hätten auch ganz scheitern können. Aber aus der Sicht des Klimas ist es einmal mehr eine Nullrunde. Einmal mehr gibt es keine konkreten Zahlen zu den Emissionsreduktionen. Dass ein neues Abkommen erst 2020 in Kraft treten soll, ist problematisch. Damit ist das Ziel von maximal 2°C Erwärmung kaum mehr zu erreichen, oder nur noch mit enormen Kosten.

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