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«Aus Sicht des Klimas ist Durban eine Nullrunde»

An der Klimakonferenz in Durban haben sich die Vertreter auf einen Fahrplan für ein neues umfassendes Klimaabkommen geeinigt. Der Klimaphysiker Reto Knutti erklärt, was die Beschlüsse wirklich bringen.

Beschluss nur auf dem Papier: Ein übermüdeter Delegierter an der Klimakonferenz in Durban. (11. Dezember 2011)
Beschluss nur auf dem Papier: Ein übermüdeter Delegierter an der Klimakonferenz in Durban. (11. Dezember 2011)
AFP
Legte mehrere Vorschläge auf den Tisch und durfte am Ende den Kompromiss verkünden: Südafrikas Aussenministerin und Gipfel-Gastgeberin Maite Nkoana-Mashabane vor den Medien. (11. Dezember 2011)
Legte mehrere Vorschläge auf den Tisch und durfte am Ende den Kompromiss verkünden: Südafrikas Aussenministerin und Gipfel-Gastgeberin Maite Nkoana-Mashabane vor den Medien. (11. Dezember 2011)
Reuters
Am Ende bekam sie genügend Zugeständnisse: Die indische Umweltministerin Jayanthi Natarajan nach einer letzten Sitzung. (10. Dezemeber 2011)
Am Ende bekam sie genügend Zugeständnisse: Die indische Umweltministerin Jayanthi Natarajan nach einer letzten Sitzung. (10. Dezemeber 2011)
AFP
Stellen sich quer: Mitglieder der chinesischen Delegation in Durban. (9. Dezember 2011)
Stellen sich quer: Mitglieder der chinesischen Delegation in Durban. (9. Dezember 2011)
AFP
Intensive Gespräche in Durban: Der britische Ökonomom Nicholas Stern im Gespräch mit Christiana Figueres, der Generalsekretärin des Sekretariats der Klimarahmenkonvention der Vereinten Nationen.
Intensive Gespräche in Durban: Der britische Ökonomom Nicholas Stern im Gespräch mit Christiana Figueres, der Generalsekretärin des Sekretariats der Klimarahmenkonvention der Vereinten Nationen.
AFP
Will eine Roadmap für eine neue Klimaordnung ausarbeiten: Doris Leuthard in Durban. (8. Dezember 2011)
Will eine Roadmap für eine neue Klimaordnung ausarbeiten: Doris Leuthard in Durban. (8. Dezember 2011)
Keystone
Entwicklungsländer sollen stärker eingebunden werden: Bundesrätin Leuthard spricht in an der Klimakonferenz. (8. Dezember 2011)
Entwicklungsländer sollen stärker eingebunden werden: Bundesrätin Leuthard spricht in an der Klimakonferenz. (8. Dezember 2011)
Keystone
Vertreter der USA: Todd Stern wurde während seiner Rede gestört. (8. Dezember 2011)
Vertreter der USA: Todd Stern wurde während seiner Rede gestört. (8. Dezember 2011)
Keystone
Wird abgeführt: Demonstrantin, welche die Rede vom US-Repräsentanten Todd Stern unterbrach. (8. Dezember 2011)
Wird abgeführt: Demonstrantin, welche die Rede vom US-Repräsentanten Todd Stern unterbrach. (8. Dezember 2011)
Keystone
Proteste im Saal: Diese Aktivisten demonstrieren während der Rede von Kanadas Umweltminister Peter Kent. (7. Dezember 2011)
Proteste im Saal: Diese Aktivisten demonstrieren während der Rede von Kanadas Umweltminister Peter Kent. (7. Dezember 2011)
Keystone
Demonstration vor dem Gipfel: Umweltaktivisten bei einer Aktion in Durban. (7. Dezember 2011)
Demonstration vor dem Gipfel: Umweltaktivisten bei einer Aktion in Durban. (7. Dezember 2011)
Keystone
Setzen ein Zeichen: Greenpeace-Aktivisten beim Aufbau einer Windturbine am Strand von Durban, zwei Tage vor Beginn des Klimagipfels. (26. November 2011)
Setzen ein Zeichen: Greenpeace-Aktivisten beim Aufbau einer Windturbine am Strand von Durban, zwei Tage vor Beginn des Klimagipfels. (26. November 2011)
AFP
Der südafrikanische Präsident Jacob Zuma eröffnet die Weltklimakonferenz, die vom 28. November bis...
Der südafrikanische Präsident Jacob Zuma eröffnet die Weltklimakonferenz, die vom 28. November bis...
ELMOND JIYANE, Keystone
... am 9. Dezember 2011 in Durban stattfindet. Fast 200 Nationen nehmen am Gipfel teil. Auch der Präsident von Tschad, Idriss Deby, hält eine Rede. (28. November 2011)
... am 9. Dezember 2011 in Durban stattfindet. Fast 200 Nationen nehmen am Gipfel teil. Auch der Präsident von Tschad, Idriss Deby, hält eine Rede. (28. November 2011)
ALEXANDER JOE, AFP
Klare Forderung: Für das 2012 auslaufende Kyoto-Protokoll, das  bislang einzige völkerrechtlich verbindliche Instrument der Klimaschutzpolitik, muss ein Nachfolgeregime entwickelt werden. Ein Massai fordert vor dem Konferenzgebäude Taten: «Vernichtet das Kyoto-Protokoll nicht!» (28. November 2011)
Klare Forderung: Für das 2012 auslaufende Kyoto-Protokoll, das bislang einzige völkerrechtlich verbindliche Instrument der Klimaschutzpolitik, muss ein Nachfolgeregime entwickelt werden. Ein Massai fordert vor dem Konferenzgebäude Taten: «Vernichtet das Kyoto-Protokoll nicht!» (28. November 2011)
Siphiwe Sibeko, Reuters
Im Kyoto-Protokoll selber sind nur vergleichsweise geringe Verpflichtungen der Industrieländer zur Reduktion ihres Ausstosses an Treibhausgasen festgeschrieben: Konferenzteilnehmer.(28. November 2011)
Im Kyoto-Protokoll selber sind nur vergleichsweise geringe Verpflichtungen der Industrieländer zur Reduktion ihres Ausstosses an Treibhausgasen festgeschrieben: Konferenzteilnehmer.(28. November 2011)
Alexander Joe, AFP
Für einen globalen Klimaschutz ist eine Post-Kyoto-Regelung dringend nötig, wird aber nach dem Scheitern der UN-Klimakonferenz in Kopenhagen 2009 zunehmend unrealistisch. Demonstranten mit deutlichen Parolen. (28. November 2011)
Für einen globalen Klimaschutz ist eine Post-Kyoto-Regelung dringend nötig, wird aber nach dem Scheitern der UN-Klimakonferenz in Kopenhagen 2009 zunehmend unrealistisch. Demonstranten mit deutlichen Parolen. (28. November 2011)
ALEXANDER JOE, AFP
Tanzen für die Umwelt: Mitglieder der Trans African Climate Caravan of Hope (Transafrikanische Klima-Karawane der Hoffnung). (28. November 2011)
Tanzen für die Umwelt: Mitglieder der Trans African Climate Caravan of Hope (Transafrikanische Klima-Karawane der Hoffnung). (28. November 2011)
ALEXANDER JOE, AFP
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Die Übereinkunft von Durban sieht ein neues Abkommen bis 2015 vor, gültig ab 2020. Bis dahin wird das Kyoto-Protokoll, das 2012 ausläuft, verlängert. Was bringen die Beschlüsse von Durban wirklich?

Aus politischer Sicht muss man es wohl als Erfolg werten. Die Verhandlungen hätten auch ganz scheitern können. Aber aus der Sicht des Klimas ist es einmal mehr eine Nullrunde. Einmal mehr gibt es keine konkreten Zahlen zu den Emissionsreduktionen. Dass ein neues Abkommen erst 2020 in Kraft treten soll, ist problematisch. Damit ist das Ziel von maximal 2°C Erwärmung kaum mehr zu erreichen, oder nur noch mit enormen Kosten.

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