Zum Hauptinhalt springen

Bewaffnete Gruppierung besetzt den Flughafen in Tripolis

Die Brigade Al-Aufja wollte mit der Aktion erreichen, dass die Verschleppung ihres Anführers aufgeklärt wird. Die Behörden brauchten Stunden, um die Lage unter Kontrolle zu bringen.

Verhandlungen auf dem Rollfeld: Angestellte des Flughafens und die Besetzer von Al-Aufja. (4. Juni 2012)
Verhandlungen auf dem Rollfeld: Angestellte des Flughafens und die Besetzer von Al-Aufja. (4. Juni 2012)
Reuters

Eine bewaffnete Gruppierung hat am Montag zeitweise mit Panzern und Armeefahrzeugen den Flughafen der libyschen Hauptstadt Tripolis besetzt. Erst nach Stunden teilte das Innenministerium mit, die Anlage wieder unter Kontrolle gebracht zu haben.

Nach Angaben der amtlichen Nachrichtenagentur Lana fordert die Brigade Al-Aufja von der Regierung, die Entführung ihres Anführers Abuadschila al-Habschi aufzuklären, der am Sonntag verschleppt worden war.

«Es herrscht völliges Chaos»

Der Flugverkehr habe vollständig eingestellt werden müssen, sagten Mitarbeiter des Flughafens der Nachrichtenagentur AFP. Demnach fuhren unter anderem mit Flugabwehrraketen bestückte Fahrzeuge auf das Flugfeld, während bewaffnete Kämpfer Flugzeuge umstellten. «Es herrscht völliges Chaos, alle versuchen zu fliehen», sagte ein Mitarbeiter des Flughafens.

Das Innenministerium teilte später mit, wieder «die vollständige Kontrolle über den Flughafen» übernommen zu haben. Rund 40 Kämpfer seien festgenommen worden. Zahlreiche Angreifer flohen demnach im Lauf der Zeit von dem Gelände, während sich andere ergeben hätten. Der Flughafen müsse für mindestens 24 Stunden geschlossen bleiben, teilte das Innenministerium mit.

Behörden versichern ihre Unschuld

Lana zufolge feuerten die Kämpfer am Flughafen auch um sich, wobei ein Mitarbeiter leicht verletzt worden sei. Sie zündeten laut Zeugen auch Sprengsätze und legten Feuer auf dem Gelände.

Der Nationale Übergangsrat in Libyen hatte vor der Besetzung des Flugfelds angekündigt, die Entführung al-Habschis untersuchen zu wollen. Die Behörden versicherten, mit seinem Verschwinden nichts zu tun zu haben.

SDA/fko

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch