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Bin Ladens Ex-Leibwächter kassiert Sozialhilfe

Der einstige Al-Qaida-Anhänger Sami A. lebt seit zwölf Jahren in Deutschland. Anstatt abgeschoben zu werden, erhält er staatliche Unterstützung.

Wehrt sich immer wieder erneut gegen seine Abschiebung: Sami A. vor dem Verwaltungsgericht in Gelsenkirchen.
Wehrt sich immer wieder erneut gegen seine Abschiebung: Sami A. vor dem Verwaltungsgericht in Gelsenkirchen.
Screenshot WDR
Durch die Rekrutierung in ein Al-Qaida-Ausbildungscamp soll er schliesslich in die Leibgarde Bin Ladens (Bild) befördert worden sein. Sami A. bestreitet dies, sowie seine angeblichen Kontakte zu einem der Drahtzieher des Anschlags vom 11. September.
Durch die Rekrutierung in ein Al-Qaida-Ausbildungscamp soll er schliesslich in die Leibgarde Bin Ladens (Bild) befördert worden sein. Sami A. bestreitet dies, sowie seine angeblichen Kontakte zu einem der Drahtzieher des Anschlags vom 11. September.
Keystone
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Der von den Behörden als islamistischer Gefährder eingestufte Sami A. war ein ehemaliger Leibwächter des verstorbenen Al-Qaida-Führers Osama Bin Laden. Seit mehreren Jahren lebt er in Bochum, von wo aus er offenbar junge Muslime für den sogenannten Heiligen Krieg rekrutierte.

Trotzdem verbietet ein Urteil auf höchstgerichtlicher Ebene die Abschiebung von Sami A. in seine Heimat Tunesien – unter anderem, weil er mit einer Deutschen verheiratet ist und das Paar vier gemeinsame Kinder hat. Nun berichtet «Bild» (Artikel ist kostenpflichtig), dass der Tunesier monatlich 1167,84 Euro staatliche Unterstützung erhält. Diese Auskunft gab die Landesregierung NRW auf Anfrage der AfD.

Die Informationen, wie sich dieser Betrag zusammensetzt, würden dem Datenschutz unterliegen. Dem Gesetz zufolge stehen Sami A. und seiner Frau je 194 Euro und für jedes der vier Kinder zwischen 133 und 157 Euro zu, wie es im Bericht weiter heisst. Offenbar erhält der einstige Bin-Laden-Anhänger aber mehr als das.

Kein hinreichender Tatverdacht

Gegen Sami A. ist wegen der Mitgliedschaft in einer ausländischen terroristischen Vereinigung ermittelt worden. Da sich jedoch nicht mit «hinreichender Sicherheit» ein Tatverdacht gegen den Salafisten ergeben habe, seien die Ermittlungen im Mai 2007 eingestellt worden, teilte die Bundesanwaltschaft in Karlsruhe damals mit. Inwieweit Sami A. möglicherweise für die Radikalisierung anderer Muslime verantwortlich ist, sei nicht Gegenstand der Ermittlungen gewesen.

Sami A. kam laut «Bild» als 21-jähriger Student 1997 nach Deutschland. In der Zeit zwischen 1999 bis 2000 reiste er gemäss Gerichtsurteilen nach Afghanistan. Durch die Rekrutierung in ein Al-Qaida-Ausbildungscamp soll er schliesslich in die Leibgarde Bin Ladens befördert worden sein. Sami A. bestreitet dies, sowie seine angeblichen Kontakte zu einem der Drahtzieher des Anschlags vom 11. September.

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