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Bin-Laden-Witwen gegen Schweizer Lehrerin

Die Gespräche zur Befreiung der im Jemen verschleppten Schweizerin sind gescheitert. Grund sind die zu hohen Forderungen der jemenitischen Führer. Sie verlangten die Freilassung von Witwen von Osama Bin Laden.

Jemens Regierung hat die hohen Forderungen der Entführer zurückgewiesen: Soldaten der jemenitischen Anti-Terror-Einheit in Shabwa. (Archivbild)
Jemens Regierung hat die hohen Forderungen der Entführer zurückgewiesen: Soldaten der jemenitischen Anti-Terror-Einheit in Shabwa. (Archivbild)
Keystone

Die Schweizerin, die am 14. März im Jemen verschleppt worden ist, muss noch weiter auf ihre Freilassung warten. Die Schweiz konnte sich bisher mit den jemenitischen Führern nicht einigen. Grund: Was sie verlangen geht zu weit.

«Meine Vermittlung ist gescheitert, denn die Forderungen der Entführer können von der Regierung nicht erfüllt werden», sagt Ali Abdallah Zebara, der von der Schweiz als Vermittler eingesetzt worden ist, gegenüber der Nachrichtenagentur AFP.

Laut Zebara wollten die Kidnapper zuerst, dass die Witwen von Osama Bin Laden in Pakistan freigelassen werden. Die jemenitische Regierung sei aber nicht darauf eingegangen.

Vermittlungen auf Eis gelegt

Nach dieser Absage haben die Entführer ihre Forderungen etwas heruntergeschraubt. «Sie verlangten die Freilassung von 100 al-Qaida-Kämpfern aus jemenitischen Gefängnissen und 50 Millionen Euro», erzählt Zebara. Doch das war noch immer zu viel. Die Verhandlungen sind mittlerweile auf Eis gelegt worden.

Die Schweizerin ist mittlerweile schon über zwei Wochen in den Händen der jemenitischen Entführer. Die 32-jährige Bülacherin wurde aus ihrem Haus in der südwestlichen Stadt Hodeida entführt. Die Kidnapper sollen einem Stamm aus Bajhan in der südjemenitischen Provinz Shabwa angehören, einer Hochburg von al-Qaida auf der Arabischen Halbinsel (AQAP). Dorthin sollen sie auch die Schweizerin gebracht haben, die in Hodeida ein Sprachinstitut geleitet hat, wie es heisst.

AFP/wid

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