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Blauhelme befreien 82 Kindersoldaten

Die Rebellengruppe Mai Mai Bakata Katanga hielt sich im krisengeschüttelten Kongo-Kinshasa zahlreiche Kindersoldaten – darunter Mädchen und 8-Jährige.

Kämpfen gegen bewaffnete Milizen: UNO-Blauhelme im Kongo. (9. August 2013)
Kämpfen gegen bewaffnete Milizen: UNO-Blauhelme im Kongo. (9. August 2013)
Reuters

Die UNO-Friedenstruppe im krisengeschüttelten Kongo-Kinshasa (Monusco) hat seit dem vergangenen Wochenende 82 Kinder aus den Händen von bewaffneten Milizen befreit. Einige von ihnen waren erst acht Jahre alt und wurden von der Rebellengruppe Mai Mai Bakata Katanga als Kindersoldaten missbraucht.

Unter den Befreiten sind nach UNO-Angaben auch 13 Mädchen. Die Kinder seien alle in den vergangenen sechs Monaten als Kämpfer rekrutiert worden sein, teilte die Monusco mit. 40 der befreiten Opfer wurden bereits wieder zu ihren Familien gebracht.

Ein Kriegsverbrechen

Die Rekrutierung von Kindersoldaten – besonders wenn sie unter 15 Jahren alt sind – müsse als Kriegsverbrechen betrachtet werden, sagte Monusco-Chef Martin Kobler. Die Verantwortlichen müssten vor Gericht gebracht werden.

Allein seit Anfang des Jahres hat die UNO-Friedenstruppe zusammen mit ihren Partnerorganisationen 163 Kinder aus der Gewalt der berüchtigten Miliz befreit. Die Monusco ist die weltweit grösste UNO-Friedenstruppe. Sie hat in der Demokratischen Republik Kongo rund 17'000 Soldaten stationiert.

(SDA)

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