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Boko Haram zerstört 16 Städte in Nigeria

Die Terrormiliz Boko Haram hat im Nordosten Nigerias mehrere Städte angegriffen, darunter das Handelszentrum Baga. Es gibt zahlreiche Tote.

Das Handelszentrum im nigerianischen Bundesstaat Borno ist Baga: Eine Frau steht in der Stadt vor den Trümmern ihres Hauses. (Archivbild)
Das Handelszentrum im nigerianischen Bundesstaat Borno ist Baga: Eine Frau steht in der Stadt vor den Trümmern ihres Hauses. (Archivbild)
AFP

In Nigeria hat die islamisch-fundamentalistische Sekte Boko Haram bei Angriffen offenbar zahlreiche Menschen getötet. 16 Ortschaften seien vollständig zerstört worden, teilten die örtlichen Behörden mit. Es habe zahlreiche Opfer gegeben, hiess es, ohne dass eine konkrete Zahl genannt wurde.

Die Extremisten hätten am Wochenende Baga im Nordosten des Landes überfallen, teilte der Leiter des Bezirks, Abba Hassan, am Donnerstag mit. Augenzeugen berichteten zudem, auch in den vergangenen zwei Tagen hätten Kämpfer von Boko Haram in Baga Dutzende Menschen umgebracht und zahlreiche Häuser niedergebrannt. Soldaten, die Baga vor den Extremisten schützen sollten, waren am Wochenende geflohen.

Zahl der Toten unklar

Nach Angaben eines Sicherheitsbeamten des Bundesstaates Borno hat Boko Haram eine grosse Offensive durchgeführt. Dabei seien Ortschaften angegriffen worden, und viele Bewohner aus den Dörfern würden nun in den Busch fliehen. Einen Bericht des britischen Senders BBC, wonach es womöglich bis zu 2000 Todesopfer geben solle, wies er jedoch entschieden zurück.

Der Beamte, der wegen der kritischen Lage nicht namentlich genannt werden wollte, machte jedoch keine Angaben, wie viele Opfer befürchtet würden. Die Katastrophenschutzbehörde bereite einen Hilfeeinsatz vor.

Die fanatischen Gotteskrieger von Boko Haram haben wiederholt Ortschaften überfallen und zahlreiche Menschen verschleppt. Sie kämpfen seit 2009 für einen streng islamischen Staat nach den Grundsätzen der Scharia. Tausende Menschen wurden seither getötet.

Boko Haram, was so viel heisst wie «westliche Bildung ist Sünde», kontrolliert weite Landesteile im Nordosten Nigerias. Das Land ist Afrikas grösster Erdölproduzent.

(AFP)

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