Zum Hauptinhalt springen

Britischer Arzt in syrischem Gefängnis gestorben

Grossbritannien wirft der syrischen Regierung vor, einen britischen Staatsbürger ermordet zu haben. Der Arzt war für eine humanitäre Mission in das Bürgerkriegsland gereist und 2012 inhaftiert worden.

Die Familie erhebt schwere Vorwürfe gegenüber dem syrischen Aussenministerium: Der Arzt Abbas Khan aus Südlondon mit seinem Sohn.
Die Familie erhebt schwere Vorwürfe gegenüber dem syrischen Aussenministerium: Der Arzt Abbas Khan aus Südlondon mit seinem Sohn.

Grossbritannien hat die syrische Regierung des Mordes an einem britischen Staatsbürger beschuldigt. Der Staatsminister im Aussenamt, Hugh Robertson, sagte heute im britischen Fernsehen, es gebe keine Entschuldigung «für die syrischen Behörden, die faktisch einen britischen Staatsbürger ermordet haben, der in ihrem Land war, um Menschen zu helfen».

Dr. Abbas Khan, ein 32 Jahre alter orthopädischer Chirurg, war im November 2012 von syrischen Regierungstruppen gefangen genommen worden, nachdem er in das Land für eine humanitäre Mission eingereist war. Unbestätigte Berichte über seinen Tod kursierten heute bereits Stunden vor dem Statement Robertsons. Man sei «extrem besorgt» über Berichte, wonach Khan in der Gefangenschaft gestorben sein soll und dränge bei den syrischen Behörden auf eine Stellungnahme, hatte sein Ministerium dazu erklärt.

Die BBC hatte als erstes von Khans Tod berichtet. Der britische Sender zitierte Khans Bruder Afroze, wonach die syrischen Behörden seine Freilassung für diese Woche versprochen haben, gestern dann aber mitteilten, dass der Gefangene gestorben sei. «Wir sind am Boden zerstört, verzweifelt, und wir sind wütend auf das Aussenministerium, das 13 Monate lang die Füsse ruhig gehalten hat», sagte der Bruder der BBC.

SDA/rbi

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch