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Comeback eines verteufelten Mittels

DDT gilt in Europa als gefährliches Gift, sein Einsatz ist in vielen westlichen Industrieländern verboten. Aber in Afrika rettet das Insektizid Millionen Menschen, sagen Malaria-Experten.

Frauen warten auf ihre Malaria-Behandlung: In Afrika wird DDT im Kampf gegen die Malaria-Mücken benutzt.
Frauen warten auf ihre Malaria-Behandlung: In Afrika wird DDT im Kampf gegen die Malaria-Mücken benutzt.
Keystone

Das Gift haben die Männer auf den Rücken geschnallt, in silbernen Kanistern, die in der Mittagssonne funkeln. Sie tragen blaue Overalls und grüne Atemmasken, in der Hand halten sie eine Sprühpistole. Sie sind ins Dorf gekommen, um die Mücken, die Malaria übertragen, zu bekämpfen – mit DDT.

Malaria ist nach wie vor eine der verheerendsten Krankheiten der Welt – vor allem für Kinder. Alle 30 Sekunden stirbt ein Kind an Malaria. Die meisten von ihnen in Afrika. Auch Swasiland kämpft mit der Krankheit. Das kleine Königreich im Osten Südafrikas ist inzwischen so etwas wie ein Musterland für die Malariabekämpfung. In den 90er-Jahren starben noch Hunderte an der Tropenkrankheit. 2008 waren es nur noch fünf. «Wir sind kurz davor, Malaria in unserem Land zu eliminieren», sagt Simon Kunene, der Leiter des Malariaprogramms in Swasiland.

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