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De Maizière fliegt ohne Militärschutz nach Afghanistan

Der deutsche Verteidigungsminister Thomas de Maizière ist überraschend nach Afghanistan gereist. Erstmals ist die Regierungsmaschine direkt auf dem Flughafen Masar-i-Sharif gelandet.

Politische Gespräche stehen im Mittelpunkt der Reise: Der deutsche Verteidigungsminister Thomas De Maizière neben seinem afghanischen Amtskollegen in Kabul.
Politische Gespräche stehen im Mittelpunkt der Reise: Der deutsche Verteidigungsminister Thomas De Maizière neben seinem afghanischen Amtskollegen in Kabul.
AFP

Verteidigungsminister Thomas de Maizière stattet Afghanistan erneut einen Besuch ab. Heute am frühen Morgen traf der CDU-Politiker im grössten Feldlager der Bundeswehr in Masar-i-Scharif ein. Zuletzt war de Maizière im Juli nach Afghanistan gereist und hatte dabei auch erstmals die US-Truppen im hart umkämpften Süden des Landes besucht.

Es ist insgesamt die neunte Reise des Verteidigungsministers nach Afghanistan. Doch gab es diesmal ein Novum: Erstmals landete eine deutsche Regierungsmaschine direkt auf dem internationalen Flughafen von Masar-i-Sharif.

Bislang erfolgten diese Reisen aus Sicherheitsgründen immer mit einem geschützten Transportflugzeug der Bundeswehr. Die stabilere Sicherheitslage in der Region habe dies möglich gemacht, erklärte eine mitreisende Journalistin.

Beratungsfunktion weiterführen

De Maizière hat der Regierung Afghanistans bei seinem Besuch Verlässlichkeit zugesagt. Auch nach dem Abzug der Nato-Kampftruppen bis Ende 2014 könne sich nicht jedes in Afghanistan vertretene Land «eine Beratungsfunktion aussuchen», sagte er in der Hauptstadt Kabul.

Der Übergang müsse «koordiniert» erfolgen, «und zwar so, dass der Wunsch der afghanischen Regierung dabei Priorität hat». Die angestrebte Zahl der afghanischen Sicherheitskräfte sei «nahezu erreicht», sagte de Maizière. «Die Qualität ist sehr gut geworden», fügte er hinzu. Er habe «grossen Respekt» vor der afghanischen Armee.

«Wir bewundern ihre Kampfkraft», sagte der Minister. Deutschland werde das bisherige ISAF-Mandat und «die zunehmend unterstützende Rolle, in die wir jetzt gekommen sind, auch im Zuge des Transitionsprozesses zuverlässig und vernünftig zu Ende bringen».

dapd/sda/wid

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