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Der Boden des Terrors ist nicht die Religion, sondern die Politik

Für die spanische Regierung von Premier José María Aznar war der Fall klar: Bereits nach den ersten Meldungen über die Explosionen in Madrid benannte sie die ETA als erste Verdächtige. Dies, obwohl die Handschrift der al-Qaida deutlich erkennbar war: Bei der Anschlagsserie auf Pendlerzüge im Grossraum Madrid starben 191 Menschen, 2051 wurden verletzt, 82 davon schwer. Drei Wochen später sprengte sich der mutmassliche Rädelsführer Serhane Ben Abdelmajid bei einer Razzia in Madrid in die Luft. Dabei starben auch sechs seiner Komplizen und ein Polizist.
Es war der 1. September und der erste Schultag im neuen Schuljahr an der Mittelschule Nr. 1 in Beslan, Nordossetien. Eine Gruppe von mindestens 33 teilweise maskierten und schwer bewaffneten Personen stürmte die Schule. Nach offiziellen Angaben handelte es sich um tschetschenische Terroristen. Sie brachten mehr als 1100 Kinder und Eltern in ihre Gewalt. Die Geiselnahme endete nach drei Tagen in einer Tragödie: Bei der Stürmung des Gebäudes durch russische Sicherheitskräfte starben 331 Geiseln.
Ende 2001 hatten die amerikanischen Truppen die radikalislamischen Taliban gestürzt und aus Kabul vertrieben. Inzwischen sind sie längst zurück. Ende Juni griff ein Selbstmordkommando das Luxushotel Interkontinental an. Die Extremisten kamen mit Sprengstoffgürteln, Raketen und Gewehren. Sie wollten nur eines: töten. Angeblich suchten sie gezielt nach Ausländern. Nach stundenlangen Gefechten gelang es der Nato, die Attacke mit Kampfhelikoptern niederzuschlagen. Zehn Menschen – alles Afghanen – kamen bei den Kämpfen ums Leben.
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Wurzeln in den 50er-Jahren

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