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Der grosse Migrationsdruck kommt erst noch

Künftig werden viel mehr Menschen aus Nordafrika und dem Nahen Osten auswandern wollen. Das hält eine Studie fest und nennt die Region «ein Pulverfass vor den Toren Europas».

Italiens Marine bei einem Rettungseinsatz im Mittelmeer: In Zukunft wird sie wohl noch mehr zu tun haben.
Italiens Marine bei einem Rettungseinsatz im Mittelmeer: In Zukunft wird sie wohl noch mehr zu tun haben.
Keystone

Eine neue Studie des deutschen Berlin-Instituts für Bevölkerung und Entwicklung kommt zum Schluss, dass die Zahl der Auswanderer aus nordafrikanischen Ländern und aus dem Nahen Osten in den nächsten Jahren deutlich zunehmen wird. Die Autoren der Studie haben die ökonomische und soziale Lage in den 19 sogenannten Mena-Ländern untersucht. Sie gehören zu einer Region, die sich von Marokko im Westen bis zum Iran im Osten erstreckt; die Abkürzung Mena steht für «Middle East North Africa». Ihr Befund ist verheerend. «8 von 19 Mena-Staaten finden sich in der Gruppe der instabilsten Staaten weltweit. Vier davon, Syrien, Libyen, der Irak und der Jemen, können als gescheitert bezeichnet werden.» Die Gefahr zusätzlicher Instabilität sei gross, wofür die Autoren bildungs- und arbeitspolitische, ökonomische und demografische Faktoren verantwortlich machen.

Die Mena-Länder in Nordafrika und im Nahen Osten.
Die Mena-Länder in Nordafrika und im Nahen Osten.

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