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Der Islamische Staat wird global

Die Anschläge in der Türkei, in Ägypten und nun in Paris zeigen: Das selbst ernannte Kalifat dehnt seinen Terror inzwischen weit über Syrien und den Irak hinaus aus.

Wo sie hinkommt, verbreitet sie Angst und Schrecken: Die Terrormiliz Islamischer Staat. Foto: PD
Wo sie hinkommt, verbreitet sie Angst und Schrecken: Die Terrormiliz Islamischer Staat. Foto: PD

Bis zu den Anschlägen von Paris am Freitagabend schien die Bedrohung durch den Islamischen Staat (IS) weit weg von Europa zu sein. Scheinbar endlose Kolonnen sandfarbener Jeeps und Pick-ups, die mit wehenden schwarzen Fahnen durch die irakische Wüste fahren – so erregte die Terrormiliz im Sommer 2014 weltweit Aufsehen. Sie eroberte Gebiete im Irak und in Syrien, die zusammengenommen so gross sind wie Grossbritannien. Al-Qaida hatte dagegen seit Mitte der Neunzigerjahre auf spektakuläre Anschläge gegen westliche Ziele gesetzt, der schwerste immer noch die Angriffe des 11. September 2001. Der IS schien sich darauf zu konzentrieren, die Gebiete seines selbst ausgerufenen Kalifats zu mehren und zu beherrschen. Der Emir selbst, Abu Bakr al-Baghdadi, hatte im April 2013 den Kampf gegen das Regime des syrischen Machthabers Bashar al-Assad als Ziel ausgegeben.

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