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Der Libanon taumelt

1,5 Millionen Kriegsvertriebene überfordern den Libanon. Die Flüchtlinge verelenden, die Politiker sind zerstritten, und Christen fürchten um ihre Zukunft.

Im Flüchtlingslager in Zahlé leben rund 500 Familien aus Syrien. Allein in der Bekaa-Ebene im Osten des Libanon gibt es Hunderte solcher Camps.
Im Flüchtlingslager in Zahlé leben rund 500 Familien aus Syrien. Allein in der Bekaa-Ebene im Osten des Libanon gibt es Hunderte solcher Camps.
Vincenzo Capodici
Diese syrischen Kinder können nicht wie normale Kinder aufwachsen. Nach schlimmen Erlebnissen in der Heimat ist das Flüchtlingslager ihre Welt.
Diese syrischen Kinder können nicht wie normale Kinder aufwachsen. Nach schlimmen Erlebnissen in der Heimat ist das Flüchtlingslager ihre Welt.
Vincenzo Capodici
Die Zukunft ist ungewiss. Diese Kinder werden möglicherweise noch viele Jahre im Camp von Zahlé leben müssen.
Die Zukunft ist ungewiss. Diese Kinder werden möglicherweise noch viele Jahre im Camp von Zahlé leben müssen.
Vincenzo Capodici
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Amir Koza führt das Leben eines Gefangenen. Er sitzt zwar nicht im Gefängnis, aber sein Alltag fühlt sich an wie Hausarrest. «Ich darf nicht arbeiten, unsere Kinder können nicht die Schule besuchen, unsere Familie hat keine soziale Sicherheit», sagt der 48-jährige Flüchtling. Mit seiner Frau und sechs Kindern lebt er seit knapp zwei Jahren in Damur, einer kleinen Küstenstadt 20 Kilometer südlich von Beirut. Sie lebten von den Ersparnissen, erzählt er weiter, seine Frau könne gelegentlich schwarz als Reinigungskraft arbeiten. «Dank der Hilfe von Bekannten kommen wir über die Runden, sie haben uns auch kostenlos eine Wohnung zur Verfügung gestellt.»

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