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«Der Mann hat zwar einen Bart, aber keinen allzu langen»

Die syrische Opposition hat eine neue Führung. Was die im Ausland gewählten Leute den Rebellen vor Ort bedeuten, und ob ein baldiges Ende des Konflikts näher gerückt ist, sagt der Syrien-Experte Heiko Wimmen.

Unverminderte Kämpfe: Der Bürgerkrieg in Syrien hat mittlerweile geschätzte 36'000 Tote gefordert. Im Bild der zerschossene Stadtteil Karm al-Gabal in Aleppo. (11. November 2012)
Unverminderte Kämpfe: Der Bürgerkrieg in Syrien hat mittlerweile geschätzte 36'000 Tote gefordert. Im Bild der zerschossene Stadtteil Karm al-Gabal in Aleppo. (11. November 2012)
Reuters
Ungebrochen an der Macht: Der syrische Präsident Bashar al-Assad (rechts) bestellt den neuen syrischen Botschafter im Iran. (11. November 2012)
Ungebrochen an der Macht: Der syrische Präsident Bashar al-Assad (rechts) bestellt den neuen syrischen Botschafter im Iran. (11. November 2012)
Reuters
Gefährliche Mischung: Auf der türkischen Seite der Grenze leben Araber, die mit Assads Regime sympathisieren. Die Türkei versucht, zu deeskalieren. Türkische Soldaten hindern syrische Flüchtlinge daran, die Grenze illegal zu überqueren. (11. November 2012)
Gefährliche Mischung: Auf der türkischen Seite der Grenze leben Araber, die mit Assads Regime sympathisieren. Die Türkei versucht, zu deeskalieren. Türkische Soldaten hindern syrische Flüchtlinge daran, die Grenze illegal zu überqueren. (11. November 2012)
Reuters
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Die syrische Auslandsopposition hat sich auf eine neue gemeinsame Führung geeinigt. Die USA bezeichnen es als einen Meilenstein im Syrienkonflikt. Teilen Sie diese Auffassung?

Es ist zumindest ein Schritt in die richtige Richtung. Die Opposition hat einen Versuch unternommen, Pluralität im Nationalkongress zu ermöglichen. Der Kongress war ja zum Schluss deutlich zusammengeschrumpft und in der Kritik, weil er eben nicht inklusiv genug sei. Er war von den Muslimbrüdern dominiert worden. Jetzt hat man eine Menge Leute an Bord genommen, die eine andere Farbe haben. Ich sehe auch auf der Website von Aktivisten in Syrien, mit denen ich in Kontakt stehe, viel Positives. Die Frage ist, inwieweit diese Organisation mit denen zusammenarbeiten kann, die vor Ort sind, ich denke da vor allem an die militärisch aktiven Akteure.

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