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Der neue Erbe von Nelson Mandela

In Südafrika, das einst als Hoffnung des Kontinents galt, plündert die Regierung den Staat aus. Wie man es besser macht, zeigt John Magufuli in Tansania.

Begeisterungssturm in den sozialen Netzwerken: John Magufuli bei seiner Amtseinführung (5. November 2015). Foto: Khalfan Said (Keystone)
Begeisterungssturm in den sozialen Netzwerken: John Magufuli bei seiner Amtseinführung (5. November 2015). Foto: Khalfan Said (Keystone)

Das Gute daran, wenn ein Korrespondent ein mehr als 50 Länder umfassendes Berichterstattungsgebiet hat, ist, dass man für alles ein Beispiel finden kann. Für das Exempel eines Staates, der einen in die Schwermut treibt, muss ich nicht lange suchen: Ich lebe im Land, das sich das Kap der Guten Hoffnung nennt, das jedoch alles dafür tut, sich als Kap der Bitteren Enttäuschung einen Namen zu machen. Der Klüngel um Präsident Jacob Zuma findet es offenbar chic, den von Nelson Mandela gegründeten Regenbogenstaat wieder in eine Sturmnation zu verwandeln. Sie plündern die Staatskasse, stellen sich über das Recht und scheinen keine grössere Ambition zu haben, als Südafrika zu einem gescheiterten Staat zu machen, von dem es auf dem Kontinent bereits genügend Exemplare gibt.

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