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Des Papstes «gefährlichste Reise»

Das Kirchenoberhaupt besucht Kenia und die Zentralafrikanische Republik, wo Christentum und Islam gewalttätig aufeinanderprallen. Und auch das dritte Ziel hat einen schlechten Ruf.

Die Zeitung verkündet es: Der Papst will der kenianischen Hauptstadt Nairobi einen Besuch abstatten. Foto: Simon Maina (AFP)
Die Zeitung verkündet es: Der Papst will der kenianischen Hauptstadt Nairobi einen Besuch abstatten. Foto: Simon Maina (AFP)

Zu all den schmeichelhaften Attributen, die der Papst in seiner zweieinhalbjährigen Stellvertreterzeit bereits eingeheimst hat, kommt jetzt noch ein weiteres hinzu: Der 78-jährige Mann ist mutig. Seine fünftägige Afrikareise, die heute mit der Ankunft in Nairobi beginnt, wird Franziskus in zwei afrikanische Brandherde führen: die Zentralafrikanische Republik und Kenia, wo Islam und Christentum gewalttätig aufeinanderprallen. Auch das dritte Ziel, Uganda, hat eine explosive Reputation: Es ist das Land, in dem «christliche» Abgeordnete die ­Todesstrafe für Homosexuelle einführen wollten. Die Wahl der Reiseziele unterstreicht, dass Franziskus nicht in die ­Peripherie ausweicht, sondern sich in medias res begibt: Es sei «die gefährlichste Reise» eines Papstes seit langem, heisst es im Vatikan.

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