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Deutsche Milliarden für Nahost

Um Kriegsflüchtlinge fernzuhalten, investiert die deutsche Regierung im grossen Stil. Das Geld für die Nachbarländer Syriens soll auch in Schulen und Arbeitsplätze fliessen.

Eines der grössten Flüchtlingslager der Welt: Camp Zaatari im Norden Jordaniens, nahe der syrischen Grenze. Foto: Keystone, AP
Eines der grössten Flüchtlingslager der Welt: Camp Zaatari im Norden Jordaniens, nahe der syrischen Grenze. Foto: Keystone, AP

Der deutsche Finanzminister Wolfgang Schäuble hütet grimmig seine «schwarze Null». Erstmals seit fast einem halben Jahrhundert wies Deutschland vor zwei Jahren einen ausgeglichenen Haushalt aus, vor allem dank üppig sprudelnder Steuereinnahmen. Rhetorisch ist das Ziel «schwarze Null» seither unangetastet geblieben, doch als Schäuble kürzlich die Haushaltspläne für 2017 und die Folgejahre vorstellte, bereitete er das Publikum und die Kabinettskollegen auf neue Milliardeninvestitionen vor. Mehrausgaben für die «innere und äussere Sicherheit» hätten angesichts von Terroranschlägen und Flüchtlingskrise nunmehr Vorrang vor allem anderen: Tausende neue Polizisten sollen eingestellt werden, das Militär bekommt zusätzliche Milliarden, Dutzende Milliarden werden für die Integration von Asyl­bewerbern bereitgestellt, Milliarden in die Nachbarländer Syriens investiert, wo sieben der etwa elf Millionen Flüchtlinge des Bürgerkriegs ersten Schutz gefunden haben.

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