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Die EU setzt Gbagbo ein Ultimatum

Da der Präsident der Elfenbeinküste sein Amt nicht abgeben will, greift die EU zu härteren Mitteln: Zieht sich Gbagbo nicht bis zum Wochenende zurück, werden seine Konten eingefroren und ein Einreiseverbot verhängt.

Keine Lösung: Der ivorische Machthaber zusammen mit Kenias Premierminister und Vermittler Raila Odinga.
Keine Lösung: Der ivorische Machthaber zusammen mit Kenias Premierminister und Vermittler Raila Odinga.
Keystone
Die Spannungen nehmen zu: Ein ausgebrannter Lastwagen in Abidjan am 13. Januar 2011.
Die Spannungen nehmen zu: Ein ausgebrannter Lastwagen in Abidjan am 13. Januar 2011.
Keystone
Soldaten bezeugen Gbagbos neuem Verteidigungsminister Alain Dogou am 9. Dezember in Abidjan die Ehre.
Soldaten bezeugen Gbagbos neuem Verteidigungsminister Alain Dogou am 9. Dezember in Abidjan die Ehre.
Reuters
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Die EU hat dem abgewählten Präsidenten der Elfenbeinküste, Laurent Gbagbo, und seiner Familie ein Ultimatum bis zum Wochenende gesetzt, sich aus seinem Amt zurückzuziehen.

Andernfalls würden seine Konten in Europa eingefroren, ein Einreiseverbot verhängt sowie eine Anklage vor dem Internationalen Strafgerichtshof geprüft. Dies erklärte der französische Staatspräsident Nicolas Sarkozy am Freitag zum Abschluss des EU- Gipfels. Die Staats- und Regierungschefs hätten sich darauf geeinigt.

Unschuldige Menschen werden erschossen

Sarkozy warf Gbagbo vor, eine der stabilsten Nationen Afrikas in ein Land zu verwandeln, in dem unschuldige Menschen auf den Strassen von seinen Anhängern erschossen würden. Es gebe internationale Gerichte, die sich mit derartigen Fällen beschäftigten, sagte Sarkozy.

Die Anhänger des international anerkannten Wahlsiegers Alassane Ouattara gingen am Freitag abermals am Regierungssitz in Abidjan auf die Strasse, um für die Amtseinführung ihres Präsidenten zu demonstrieren. Bei Ausschreitungen am Donnerstag waren 30 Menschen getötet worden.

SDA/ske

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