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«Die Iraner sitzen ohnehin indirekt am Tisch»

Die Syrien-Konferenz in der Schweiz droht zu einem Fiasko zu werden. Nahost-Experte Guido Steinberg sagt, was die Knackpunkte sind – und was das Ultimatum der Exil-Opposition bewirkt.

Der Krieg in Syrien – hier die Stadt Aleppo – hat bisher mehr als 130'000 Tote gefordert und Millionen Menschen in die Flucht getrieben. Die Erwartungen an die anstehende Konferenz in Montreux und Genf sind nicht allzu gross.
Der Krieg in Syrien – hier die Stadt Aleppo – hat bisher mehr als 130'000 Tote gefordert und Millionen Menschen in die Flucht getrieben. Die Erwartungen an die anstehende Konferenz in Montreux und Genf sind nicht allzu gross.
Keystone
Die syrische Exil-Opposition um ihren Führer Ahmad al-Jarba hat nach langen Diskussionen und einer Boykottdrohung wegen der Einladung an den Iran ihre Teilnahme an den Friedensgesprächen in der Schweiz zugesagt.
Die syrische Exil-Opposition um ihren Führer Ahmad al-Jarba hat nach langen Diskussionen und einer Boykottdrohung wegen der Einladung an den Iran ihre Teilnahme an den Friedensgesprächen in der Schweiz zugesagt.
Keystone
«Ich glaube, dass mich nichts an einer Kandidatur hindert», sagt Syriens Präsident Bashar al-Assad in einem Interview mit der Nachrichtenagentur AFP. Damit bekräftigt er seine Absicht, eine dritte Amtszeit anzustreben – das brüskiert die Opposition.
«Ich glaube, dass mich nichts an einer Kandidatur hindert», sagt Syriens Präsident Bashar al-Assad in einem Interview mit der Nachrichtenagentur AFP. Damit bekräftigt er seine Absicht, eine dritte Amtszeit anzustreben – das brüskiert die Opposition.
AFP
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Die syrische Exil-Opposition droht mit einem Boykott der Friedenskonferenz in Montreux und Genf, weil der Iran nachträglich eingeladen worden ist. Ist die Konferenz nicht schon gescheitert? Wenn die Exil-Opposition tatsächlich nicht kommt, ist die Möglichkeit eines Erfolgs dieser Konferenz sehr gering. Insgesamt sind die Aussichten ohnehin nicht gross, mit dieser Konferenz einer Lösung des Syrien-Konflikts näher zu kommen. Realistisch gesehen kann man sich im Moment nur begrenzte Waffenstillstände erhoffen, die die Versorgung der Bevölkerung in einigen Ortschaften oder auch deren Flucht ermöglichen. Der eigentliche Wert der Konferenz besteht darin, dass sich die Konfliktparteien erstmals an einen Tisch setzen und mögliche Annäherungspunkte ausloten, die zu einem späteren Zeitpunkt eventuell eine politische Lösung erleichtern können.

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