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Die Isis-Kämpfer pokern hoch

Die Emporkömmlinge verfolgen mit ihrem «Islamischen Staat» globale Ziele. Was genau wollen sie?

Die Regierung könnte nun bald den Marschbefehl erteilen: Türkische Soldaten an der Grenze zu Syrien bei Suruc beobachten Kämpfe zwischen kurdischen Einheiten und Kämpfern des IS westlich von Kobane (Ain al-Arab). (2. Oktober 2014)
Die Regierung könnte nun bald den Marschbefehl erteilen: Türkische Soldaten an der Grenze zu Syrien bei Suruc beobachten Kämpfe zwischen kurdischen Einheiten und Kämpfern des IS westlich von Kobane (Ain al-Arab). (2. Oktober 2014)
Bulent Kilic, AFP
Könnten bald selber ins Geschehen eingreifen: Türkische Soldaten an der Grenze zu Syrien bei Suruc beobachten Kämpfe zwischen kurdischen Einheiten und Kämpfern des IS westlich von Kobane. (30. September 2014)
Könnten bald selber ins Geschehen eingreifen: Türkische Soldaten an der Grenze zu Syrien bei Suruc beobachten Kämpfe zwischen kurdischen Einheiten und Kämpfern des IS westlich von Kobane. (30. September 2014)
Burhan Ozbilici, Keystone
Führt IS an: Abu Bakr al-Baghdadi.
Führt IS an: Abu Bakr al-Baghdadi.
Reuters
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Der Anspruch ist, das muss man ihnen lassen, ungeheuer. Die Isis-Milizen im Irak haben ihren Namen verkürzt, nennen sich nicht mehr «Islamischer Staat im Irak und in Syrien», sondern nur noch «Islamischer Staat», denn sie haben – am ersten Tag des Ramadan – das Kalifat ausgerufen. Das Kalifat: jenen Gottesstaat, dessen letzte politische Variante mit dem Osmanischen Reich vor 100 Jahren unterging, der dennoch Traum aller Islamisten und vieler Muslime geblieben ist. Das Kalifat verheisst die Rückkehr zu einer Idealgemeinschaft der Gläubigen aus der Frühzeit des Islam – einig, gerecht und stark. Sie umfasst alle Muslime, an ihrer Spitze steht ein Herrscher von Gottes Gnaden.

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