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Die islamistischen Parteien dominieren die Wahlen in Ägypten

Gemäss Hochrechnungen zeichnet sich bei den Parlamentswahlen in Ägypten ein Sieg für die moderat islamistischen Muslimbrüder ab. Gleich dahinter folgen die radikal eingestellten Islamisten.

Der Endspurt im Wahlmarathon: Wählerinnen stehen an vor einem Urnenlokal in Minya, rund 350 Kilometer südlich der Hauptstadt. (3. Dezember 2012)
Der Endspurt im Wahlmarathon: Wählerinnen stehen an vor einem Urnenlokal in Minya, rund 350 Kilometer südlich der Hauptstadt. (3. Dezember 2012)
AFP
Gute Resultate für Muslimbrüder und Salafisten: Eine Frau gibt in Gizeh ihre Stimme ab. (21. Dezember 2011)
Gute Resultate für Muslimbrüder und Salafisten: Eine Frau gibt in Gizeh ihre Stimme ab. (21. Dezember 2011)
Keystone
Eine Wahlbox in Alexandria wird zur Auszählung gebracht.
Eine Wahlbox in Alexandria wird zur Auszählung gebracht.
Keystone
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In Ägypten wird der Sieg der islamistischen Parteien immer klarer. Sie haben in der ersten Runde der Parlamentswahl eine satte Mehrheit erzielt. Das geht aus inoffiziellen Ergebnissen hervor, die heute - zwei Tage nach dem Ende des ersten Wahlganges - veröffentlicht wurden.

Die offiziellen Ergebnisse sollten ursprünglich heute veröffentlicht werden, gegen Abend hiess es, es werde morgen Freitag. Im ersten Wahlgang hatten am Montag und Dienstag die Bewohner von Kairo, Alexandria und sieben ländlichen Provinzen ihre Stimmen abgegeben.

Radikal-islamistische Partei des Lichts auf dem zweiten Platz

Nach den inoffiziellen Angaben erhielten die Muslimbrüder mit ihrer Partei der Freiheit und Gerechtigkeit, die sich selbst als moderat islamistisch bezeichnet, mehr als 40 Prozent der Stimmen. Auf dem zweiten Platz landete die radikal-islamistische Partei des Lichts, die in einigen Provinzen mehr als 30 Prozent der Stimmen auf sich vereinen konnte.

Die von linken und liberalen Parteien gebildete Ägyptische Allianz lag in den meisten Bezirken auf dem dritten Platz.

Stichwahl am Montag

In einigen Bezirken steht am nächsten Montag eine Stichwahl an. Danach soll in den restlichen 18 Provinzen gewählt werden. Die genaue Verteilung der 498 Sitze wird am 13. Januar bekanntgegeben.

Das neue Parlament wird die Aufgabe haben, eine neue Verfassung zu formulieren. Ende Juni wird dann ein neuer Präsident gewählt. Danach soll sich der Oberste Militärrat, der seit dem Abgang des langjährigen Staatschefs Hosni Mubarak die Zügel in der Hand hält, wieder aus der Politik zurückziehen.

SDA/mrs

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