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«Die Israelis müssen die Lehre daraus ziehen»

Mit Sorge beobachten Israel und die USA die Entwicklung in Ägypten. Dazu bestehe wenig Grund, sagt Nahost-Korrespondent Ulrich Tilgner. Israel müsse den Nahost-Friedensprozess jetzt aber zügig vorantreiben.

Monica Fahmy
«Es lässt sich nur schwer vorhersagen, wie es weitergeht»: In Kairo demonstrieren Millionen für ihre Rechte.
«Es lässt sich nur schwer vorhersagen, wie es weitergeht»: In Kairo demonstrieren Millionen für ihre Rechte.
Keystone

In Ägypten wird ein Machtwechsel immer wahrscheinlicher. Der Westen beobachtet die Entwicklung mit Sorge. Hat man Grund dazu?

Nein, sicherlich nicht. Es geschieht etwas, das immer wieder angemahnt wurde, dass in der arabischen Welt funktionierende Demokratien entstehen sollen. In Ägypten wurden die Wahlen gefälscht, da haben westliche Regierungen nicht protestiert. Weil die demokratische Willensbildung abgeblockt wurde, gehen die Menschen auf die Strasse, um ihre Rechte anders durchzusetzen, da sollte der Westen begeistert sein. Anlass zur Sorge besteht möglicherweise, weil man nicht weiss, wie alles endet. Gibt es das grosse Blutbad, weil die Armee in die Menge schiesst? Werden Provokateure der Sicherheitskräfte jetzt mit Aufträgen ausgestattet, in den Vorstädten zu plündern? Es lässt sich nur schwer vorhersagen, wie es weitergeht, weil sich Herr Mubarak anders als sein tunesischer Kollege Ben Ali nicht einfach zurückzieht.

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