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Die Macht der verbrannten Erde

Der Kreml muss garantieren, die Bombenangriffe auf zivile Gebiete in Syrien zu stoppen. Sonst macht die Fortführung der Friedensgespräche keinen Sinn.

MeinungPaul-Anton Krüger

Zehntausende Zivilisten in Syrien sind auf der Flucht vor dem Trommelfeuer der russischen Luftwaffe, die den Weg freibombt für eine Soldateska aus Regierungstruppen und iranischen Offizieren, die libanesische Hizbollah-Milizionäre kommandieren und schiitische Söldner aus dem Irak und Afghanistan. Zehntausende andere, in Orten wie Talbiseh nördlich von Homs oder in den Vorstädten von Damaskus, können nicht fliehen. Das Regime hat sie eingekesselt und belagert sie, zum Teil seit Jahren.

Die russischen Kampfjets werfen tückische Streubomben ab, die syrische Armee verschiesst diese grausamen Waffen mit Raketen. Die deutsche Bundeskanzlerin zeigt sich entsetzt über das Leid der Menschen durch «Bombenangriffe vorrangig von russischer Seite». US-Aussenminister John Kerry sagt, nur lamentieren werde das Bombardement nicht stoppen. Das war es dann aber schon. Man beugt sich stillschweigend und beschämt der militärischen Logik von Wladimir Putin und Bashar al-Assad.

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