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«Die Mehrheit der Syrer steht offenbar hinter Assad»

Bashar al-Assad lässt seine Gegner einsperren, foltern und ermorden – so der Tenor in den meisten Medien. Doch ist die Situation wirklich so eindeutig? Orient-Experte Günter Meyer differenziert das gängige Bild.

Über 90 Prozent sollen für sein Referendum gestimmt haben. Die Zahlen sind allerdings schwer zu überprüfen: Bashar al-Assad und seine Frau Asma am 26. Februar in Damaskus.
Über 90 Prozent sollen für sein Referendum gestimmt haben. Die Zahlen sind allerdings schwer zu überprüfen: Bashar al-Assad und seine Frau Asma am 26. Februar in Damaskus.
Keystone

Herr Meyer, was spielt sich zurzeit in Syrien ab? Das Land steuert geradewegs auf einen Bürgerkrieg zu. Und wieder einmal hat der Konflikt auch einen religiösen Ursprung. Konservative und militante sunnitische Islamisten sehen nun die Möglichkeit, das schiitische Regime zu stürzen. Sie sind die treibende Kraft des Widerstands. Es läuft alles darauf hinaus, dass sich eine sunnitische Allianz mit den Monarchien auf der Arabischen Halbinsel – allen voran Saudiarabien und Katar – sowie den Sunniten im Irak, im Libanon und in der Türkei gewaltsam den Sturz Präsident Bashar al-Assads herbeiführen will. Eine Komponente, die bisher in der Medienberichterstattung ausser Acht gelassen wurde.

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