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Die Proteste im Jemen sind zurück

Ungeachtet eines massiven Sicherheits-Aufgebots haben sich im Jemen am Wochenende Hunderttausende zu Protesten gegen das Regime versammelt. Dabei kam es zu gewalttätigen Zusammenstössen.

ami
«Wir werden die Proteste ausweiten»: Die Jemeniten sind zurück auf der Strasse. (Video: Reuters)

In Jemens Hauptstadt Sanaa versammelten sich auf dem Platz vor der Universität unter dem Schutz der zur Opposition übergelaufenen Ersten Panzerdivision hunderttausende Menschen, um den Rücktritt von Präsident Ali Abdullah Saleh zu fordern. «Das Volk will bis zum Präsidentenpalast marschieren», riefen die Demonstranten. Nach Angaben der Organisatoren der Demonstrationen wurden bei Zusammenstössen mit Regierungsanhängern mindestens vier Menschen verletzt, darunter zwei durch Schüsse.

Polizei und Armee verstärkten ihre Präsenz in der Stadt, deren Zugänge seit Samstagnachmittag gesperrt waren. Seit Samstag gab es in Sanaa keinen Strom mehr, zudem ging den meisten Tankstellen das Benzin aus. An den wenigen geöffneten Tankstellen bildeten sich lange Schlangen.

Seit Januar 200 Tote

Auch in Taes, der zweitgrössten Stadt des Landes, gab es am Samstag grosse Demonstrationen. Nach Angaben von Einwohnern kam es dort am Morgen zu gewaltsamen Zusammenstössen zwischen der Republikanischen Garde und bewaffneten Stammeskämpfern.

Saleh hält sich seit drei Monaten in der saudiarabischen Hauptstadt Riad auf. Der seit 33 Jahren regierende Staatschef war am 3. Juni bei einem Angriff auf den Präsidentenpalast schwer verletzt und zur Behandlung ins Nachbarland Saudiarabien gebracht worden.

Die Opposition rief angesichts der anhaltenden politischen Krise am Samstag dazu auf, die Proteste zu verstärken. Bei den seit Januar andauernden Protesten gegen den Präsidenten wurden bereits mindestens 200 Demonstranten getötet.

(SDA)

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