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«Die Reaktionen sind unerträglich»

Nach dem Mord an drei israelischen und einem palästinensischen Jugendlichen entlädt sich die Wut im Internet und auf der Strasse. Journalist Yves Kugelmann über virtuellen und realen Extremismus.

Anna Jikhareva
«Araber zu hassen ist kein Rassismus, dahinter stehen Werte»: Zwei junge Frauen posieren mit einem hebräischen Plakat.
«Araber zu hassen ist kein Rassismus, dahinter stehen Werte»: Zwei junge Frauen posieren mit einem hebräischen Plakat.
Screenshot Twitter
«Das Volk will Rache»: Onlinekampagne auf Facebook.
«Das Volk will Rache»: Onlinekampagne auf Facebook.
Screenshot Facebook
«Drei Tore für das palästinensische Team – wenn auch nicht bei der WM»: Der Facebook-Post eines Studenten in Haifa. Ihm droht nun der Ausschluss aus der Universität.
«Drei Tore für das palästinensische Team – wenn auch nicht bei der WM»: Der Facebook-Post eines Studenten in Haifa. Ihm droht nun der Ausschluss aus der Universität.
Screenshot Facebook
«Israel will Rache»: Ein Israeli surft auf einer Social-Media-Seite. (3. Juli 2014)
«Israel will Rache»: Ein Israeli surft auf einer Social-Media-Seite. (3. Juli 2014)
AFP
Protestieren gegen einen Raketenbeschuss durch die Hamas: Rechte israelische Demonstranten in Sderot. (3. Juli 2014)
Protestieren gegen einen Raketenbeschuss durch die Hamas: Rechte israelische Demonstranten in Sderot. (3. Juli 2014)
AFP
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Nach dem Mord an drei israelischen und einem palästinensischen Jugendlichen ist das Land tief gespalten. Viele machen ihrem Zorn in den sozialen Medien Luft. Was steckt hinter dem Phänomen? Die Reaktionen fallen so aus, wie es in den sozialen Medien gerade auch bei Ereignissen dieser Art üblich ist – Israel unterscheidet sich in der Hinsicht nicht von anderen. Die zu Tage tretende gesellschaftliche Ohnmacht und Radikalisierung ist normal, wird durch die sozialen Medien verschärft. Neu ist, dass sich vermehrt auch in Israel Politiker über Social Media einbringen und die Debatte virulent verschärfen können. Die radikalen Forderungen quer durch das politische Spektrum hindurch erstaunen mich nicht per se, sie werden einfach schneller verbreitet. Das ist keine Ausnahmesituation, sondern eine hoch emotionalisierte Debatte – vergleichbar etwa mit jenen nach Schulamokläufen.

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