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Zu Besuch in der ehemaligen Hauptstadt des Terrors

In Raqqa haben IS-Kämpfer einst Unschuldige gekreuzigt und Köpfe abgeschlagen. Wie leben die Bewohner heute?

Ein falscher Schritt kann tödlich sein: Bewohner von Raqqa. Foto: Delil Souleiman (AFP)
Ein falscher Schritt kann tödlich sein: Bewohner von Raqqa. Foto: Delil Souleiman (AFP)

Will man die einst gefährlichste Stadt der Welt betreten, gelten strenge Regeln. Immer auf die Füsse schauen, niemals auf ein Kabel oder ein Stück Metall treten, weil das eine Sprengfalle auslösen könnte. Gleichzeitig den Blick nach oben nicht vergessen, weil aus dem Gewirr der geborstenen, ausgebrannten Häuser immer wieder Betonbrocken auf die Strasse stürzen. Vor allem aber, das ist die wichtigste Anweisung, immer auf die Worte achten, die an die Häuserwände gesprüht sind. Dort steht «cleared» oder «uncleared». Es sind die Wegweiser zwischen Leben und Tod. «Nicht geräumt» beschreibt, wo in den Trümmerbergen noch massenhaft unentdeckte Sprengfallen verborgen sind, die der sogenannte Islamische Staat (IS) zu Tausenden installierte. «Geräumt» sollte man aber auch nicht zu wörtlich nehmen.

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