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Diktator unter Siegeszwang

Bashar al-Assad sieht sich in Syrien auf dem Vormarsch, hat Russland und den Iran hinter sich. Doch die Zeiten könnten sich schnell ändern.

Eines kann Bashar al-Assad keiner absprechen: Er hat Nerven. In drei Jahren Bürgerkrieg hat der Syrer nie die Deutungshoheit abgegeben, seine Gegner rundheraus als «Terroristen» diffamiert. Mit Erfolg – keiner will den Rebellen heute noch zum Sieg verhelfen, ob in Europa oder den USA.

Seinen Anhängern gegenüber hat Assad sich gleichzeitig siegesgewiss gezeigt – auch in Monaten, in denen die Aufständischen fast im Zentrum von Damaskus standen. Und nach den Giftgasangriffen von 2013, die wahrscheinlich auf sein Konto gehen? Der Präsident hat auch da nicht gezuckt. Er hat die von Washington angedrohten Luftangriffe als leere Drohung durchschaut. Und obendrauf ein Chemiewaffenabkommen unterschrieben, das ihn in ein besseres Licht rückt, obwohl es bis heute nicht voll erfüllt worden ist.

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