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Eine vom Geheimdienst arrangierte neue Liebe

Die neue Regierung in Kairo brachte Fatah und Hamas zusammen. Mit der Vermittlung des «Abkommens über die palästinensische Aussöhnung» markiert Ägypten seinen Führungsanspruch im Nahen Osten.

Neue Hoffnung auf politische Stabilität: Palästinenser in den Farben von Hamas und Fatah feiern die Aussöhnung der Parteien in Gaza City.
Neue Hoffnung auf politische Stabilität: Palästinenser in den Farben von Hamas und Fatah feiern die Aussöhnung der Parteien in Gaza City.
Reuters

Selten sassen so viele erbitterte Feinde zusammen, selten wurde so vernehmlich politisches Süssholz geraspelt. Beim Friedenstreffen der zerstrittenen Palästinenserfraktionen in Kairo sprach Palästinenserpräsident Mahmud Abbas unter einem gigantischen Foto des Jerusalemer Felsendoms vom «Ende der vier schwarzen Jahre» für sein Volk: Die Hamas hatte 2007 die Macht im Gazastreifen mit Gewalt übernommen – und war der Fatah dabei zuvorgekommen. Diese hatte selbst einen Putsch geplant, um die Islamisten zu vertreiben. Die Folge war eine politische Spaltung der geografisch ohnehin getrennten Palästinensergebiete: Das Westjordanland gehörte der Fatah, der Gazastreifen der Hamas. Nun sagte Abbas: «Wir mögen oft Meinungsverschiedenheiten haben. Aber wir bleiben Brüder und eine Familie.»

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