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«Einen Krieg will hier niemand»

Was ist vom Grenzvorfall zwischen Syrien und der Türkei zu halten? Der türkische Politik-Professor Metin Heper versucht, die Lage einzuschätzen.

Eiszeit zwischen Ankara und Moskau: Türkische Kampfjets zwingen eine aus Moskau kommende syrische Passagiermaschine zur Landung (Bild), weil sie nach Angaben der Regierung militärische Ausrüstung für das Verteidigungsministerium in Damaskus an Bord hatte. Syrien streitet dies ab, Russland verurteilt das Manöver aufs Schärfste. (11. Oktober 2012)
Eiszeit zwischen Ankara und Moskau: Türkische Kampfjets zwingen eine aus Moskau kommende syrische Passagiermaschine zur Landung (Bild), weil sie nach Angaben der Regierung militärische Ausrüstung für das Verteidigungsministerium in Damaskus an Bord hatte. Syrien streitet dies ab, Russland verurteilt das Manöver aufs Schärfste. (11. Oktober 2012)
AFP
Zusätzliche Kampfflugzeuge zur Verteidigung: Eine türkische Militärstellung an der Grenze zu Syrien. (9. Oktober 2012)
Zusätzliche Kampfflugzeuge zur Verteidigung: Eine türkische Militärstellung an der Grenze zu Syrien. (9. Oktober 2012)
Handout der türkischen Armee, Keystone
Nach dem Abschuss eines türkischen Kampfflugzeugs durch die syrische Luftabwehr hatte die Nato verkündet, der Türkei wenn nötig beizustehen: Karte mit der Flugroute des abgeschossenen Jets. (23. Juni 2012)
Nach dem Abschuss eines türkischen Kampfflugzeugs durch die syrische Luftabwehr hatte die Nato verkündet, der Türkei wenn nötig beizustehen: Karte mit der Flugroute des abgeschossenen Jets. (23. Juni 2012)
Keystone
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Das türkische Parlament hat heute grünes Licht für Militäroperationen gegen Syrien gegeben, gleichzeitig sagt die Türkei, sie werde Syrien nicht den Krieg erklären. Wie muss man die aktuellen Entwicklungen werten?

Seit dem Abschuss eines unserer Aufklärungsflugzeuge im Juni, haben Politiker darauf hin gearbeitet, dass die gesetzliche Handhabe bei einem nächsten Zwischenfall vorhanden ist, um ohne grosse parlamentarische Beratungen zurückschlagen zu können. Das Parlament hat heute in dem Sinne entschieden. Die Regierung kann künftig sofort eingreifen, wenn Syrien feindliche Handlungen gegen die Türkei unternimmt. Es geht um Verteidigung. Einen Krieg will hier niemand, deshalb auch die Beteuerung, dass die Türkei Syrien den Krieg nicht erklären will.

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