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Einsatz von Sarin in Syrien ist «unbestreitbar»

Experten der Organisation für ein Verbot von Chemiewaffen bestätigen den Einsatz von Nervengift. Auch Frankreich will «Beweise» vorlegen.

Versorgen Opfer mit Sauerstoff: Zivilschützer in Syrien stehen nach dem Chemiewaffeneinsatz am 4. April 2017 im Einsatz.
Versorgen Opfer mit Sauerstoff: Zivilschützer in Syrien stehen nach dem Chemiewaffeneinsatz am 4. April 2017 im Einsatz.
Reuters
Soll erneut angegriffen worden sein: Die Stadt Khan Shaykhun liegt in der weitgehend von Rebellen kontrollierten Provinz Idlib.
Soll erneut angegriffen worden sein: Die Stadt Khan Shaykhun liegt in der weitgehend von Rebellen kontrollierten Provinz Idlib.
Screenshot Google
Das Elend in Syrien – die Bevölkerung leidet unter den Bürgerkriegswirren.
Das Elend in Syrien – die Bevölkerung leidet unter den Bürgerkriegswirren.
Keystone
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Die Organisation für ein Verbot von Chemiewaffen (OPCW) hat laut Diplomaten den Einsatz von Giftgas in Syrien bestätigt. Sie hat dies zu Beginn einer Sondersitzung des Exekutivrates am Mittwoch in Den Haag bekannt gegeben.

Die Analyse von Proben habe gezeigt, dass «Sarin oder eine Sarin vergleichbare Substanz in Chan Scheichun» eingesetzt worden sei. Dies sei nach der Analyse von Proben in vier Labors «unbestreitbar». Bei der Attacke am 4. April im Norden Syriens waren rund 80 Menschen getötet worden.

Die OPCW hatte nach dem Angriff ein Expertenteam mit der Untersuchung beauftragt. Das Ergebnis wurde bislang noch nicht veröffentlicht. Britische und türkische Analysen waren zuvor zu demselben Ergebnis gekommen.

Auch Frankreich will «Beweise» für den vermuteten syrischen Giftgasangriff vorlegen. Aussenminister Jean-Marc Ayrault sagte am Mittwoch in Paris, in einigen Tagen werde die Regierung Informationen dazu veröffentlichen. «Sie zeigen, dass das Regime absichtlich Chemiewaffen eingesetzt hat», sagte Ayrault. Der syrische Machthaber Baschar al-Assad streitet dies ab.

SDA/oli

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