Zum Hauptinhalt springen

«Es liegen israelische Soldaten im Krankenhaus»

Der israelische Botschafter in Bern, Ilan Elgar, verteidigt das Vorgehen der israelischen Armee gegen den Schiffskonvoi.

Ilan Elgar, die Attacke des israelischen Militärs auf den Konvoi wirft hohe Wellen. Wie ist die Aktion in Ihren Augen abgelaufen? Ilan Elgar:?Die Organisatoren dieser Flotte haben klargestellt, dass es nicht um humanitäre Hilfe, sondern um eine politische Aktion geht. Die Teilnehmer haben sich hinter der Maske der humanitären Hilfe versteckt. Sie sagten aber sehr klar, es gehe um das Brechen der israelischen Blockade von Gaza.

In der Genfer Konvention steht, es müsse garantiert sein, dass Hilfsleistungen und Nahrungsmittel nach Gaza kommen können. Soll dies nun nicht mehr gelten? Man muss betonen, dass es zwischen Israel und dem Gazastreifen auf dem Landweg Übergänge gibt. Dort werden täglich Hilfsgüter nach Gaza gebracht. Jede Woche sind es 15'000 Tonnen. Angeblich sollen auf der Flotte 10'000 Tonnen transportiert worden sein. Die sind unter dem Strich nicht massgebend. Es war eine politische Frage. Das hatte nichts zu tun mit humanitärer Hilfe. Israel hat die Flotte ja mehrmals aufgefordert, ihre Güter in einen israelischen Hafen zu bringen, von wo sie nach Gaza hätten gebracht werden können. Das wurde von der Gruppe zurückgewiesen.

Um diesen Artikel vollständig lesen zu können, benötigen Sie ein Abo.