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Flüchtete der Diktator durch seinen gigantischen Bewässerungstunnel?

Ghadhafi versteckt sich womöglich im Untergrund. Ein riesiges Tunnelsystem, der «grosse von Menschen gebaute Fluss» genannt, soll sich durch Tripolis ziehen und es mit anderen Städten verbinden.

Sonja Zekri

Die Nato weiss es jedenfalls nicht. «Wenn Sie erfahren, wo er ist, lassen Sie es mich wissen», hat Nato-Sprecher Roland Lavoie am Dienstag in Brüssel gesagt. Die Rebellen wissen es auch nicht. Ghadhafis Sohn Saif al-Islam sagte, dem Vater gehe es gut. Aber das muss man nicht glauben. Wo ist Muammar al-Ghadhafi?

Je länger der Kampf um Tripolis dauert, desto abenteuerlicher werden die Fluchtvarianten – falls das überhaupt noch ein Massstab ist. Südafrika – lange als Ghadhafi-freundlicher Vermittler tätig – hat inzwischen erklärt, man werde den «Revolutionsführer» nicht in ein Asyl ausfliegen. Die südafrikanischen Flugzeuge aus Djerba hat man angeblich zur Evakuierung eigener Diplomaten geschickt. Muammar al-Ghadhafi, «König der Könige Afrikas», ist am Kap weniger willkommen als gedacht. Selbst China hat sich auf die Seite der Rebellen geschlagen. Es bliebe Hugo Chávez, der in Libyen die Mächte des westlichen Imperialismus am Werke sieht. Aber Ghadhafi in Venezuela?

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