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Fortschritt bei Lösung des Südsudan-Konflikts

Die Konfliktparteien im Südsudan kamen heute dem Frieden ein Stück näher. Sie trafen sich erstmals zu direkten Gesprächen – und sprachen über einen Waffenstillstand sowie politische Lösungen.

Viele müssen Flüchten: UN-Camp in Malakala, Südsudan. (10. Januar 2014)
Viele müssen Flüchten: UN-Camp in Malakala, Südsudan. (10. Januar 2014)
Keystone
Dem Frieden ein Stück näher: Südsudans Präsident Salva Kiir (links) mit Sudans Präsident Omar al-Bashir in Juba. (6. Januar 2013)
Dem Frieden ein Stück näher: Südsudans Präsident Salva Kiir (links) mit Sudans Präsident Omar al-Bashir in Juba. (6. Januar 2013)
AP Photo/Ali Ngethi
Instabile Lage: Ein Panzer der südsudanesischen Armee in Juba. (16. Dezember 2013)
Instabile Lage: Ein Panzer der südsudanesischen Armee in Juba. (16. Dezember 2013)
Reuters
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Bei der Suche nach Lösungen für den Südsudan-Konflikt gibt es erste Fortschritte: Vier Tage nach dem Eintreffen der Delegationen in der äthiopischen Hauptstadt Addis Abeba trafen sich die Konfliktparteien erstmals zu direkten Gesprächen.

Dies bestätigte ein Sprecher des Verhandlungsteams der Rebellen der deutschen Nachrichtenagentur dpa. Offenbar müssen sich beide Seiten noch auf die genauen Modalitäten für den Dialog einigen. Inhaltlich sollen in den nächsten Tagen vor allem ein Waffenstillstand und politische Lösungen für die seit Mitte Dezember tobenden Kämpfe auf der Agenda stehen.

200'000 Menschen auf der Flucht

Die Gespräche hatten sich in den vergangenen Tagen immer wieder verzögert. Zunächst hatten die Delegationen nur einzeln mit Vertretern der ostafrikanischen Regionalorganisation IGAD verhandelt, die als Vermittler agiert.

Seit dem Ausbruch der auch ethnisch motivierten Gewalt sind über 1000 Menschen ums Leben gekommen, 200'000 sind nach Angaben des Roten Kreuzes in der eigenen Heimat auf der Flucht. Weitere 20'000 suchten in Uganda Zuflucht.

Sudan will Rebellen nicht unterstützen

Am Vormittag traf der Präsident des nördlichen Nachbarn Sudan, Omar al-Baschir in der südsudanesischen Hauptstadt Juba ein, um mit Präsident Salva Kiir die Lage zu besprechen. Al-Baschir fürchtet, dass der Konflikt den Ölfluss aus dem Süden in sein Land beeinträchtigen könnte. Beide Länder sind auf den Rohstoff angewiesen.

Der Südsudan hatte sich erst 2011 nach einem jahrzehntelangen Bürgerkrieg vom Sudan abgespalten. In einer Mitteilung Al-Baschirs hiess es, seine Regierung werde die Rebellen nicht unterstützen. «Wir glauben, dass bewaffnete Konflikte keine Probleme lösen können. Deshalb ist ein Dialog nötig, um eine Einigung zu erzielen.»

Der chinesische Aussenminister Wang Yi forderte in Addis Abeba eine sofortige Waffenruhe. Die Regierung in Peking werde alles daran setzen, dass die Stabilität im Südsudan wieder hergestellt werde, fügte Wang hinzu, ohne Einzelheiten zu nennen. China ist der grösste Investor im Ölsektor des ostafrikanischen Landes. Die Ölförderung ist die wichtigste Einnahmequelle des Südsudan und durch die Kämpfe eingeschränkt.

Neue schwere Kämpfe

Einer der wichtigsten Punkte auf der Agenda der Verhandlungen ist die von den Rebellen geforderte Freilassung von elf Politikern und Ministern, die im Dezember im Zuge eines angeblichen Putsches inhaftiert worden waren. Die Regierung lehnt dies aber ab.

Zudem fordert die Opposition eine Machtaufteilung zwischen Kiir und Machar. Kiir hatte dies zuletzt bereits ausgeschlossen. Beobachter rechnen mit langwierigen und komplizierten Gesprächen. Derweil reissen Berichte über neue schwere Kämpfe vor allem rund um die Hauptstadt des Bundesstaates Jonglei, Bor, nicht ab.

Dabei soll in den vergangenen Tagen auch ein ranghoher Militärführer, der Kiir nahe steht, ums Leben gekommen sein. Regierungstruppen rückten auf die umkämpfte Stadt vor, um sie aus den Händen der Rebellen zu befreien. Auch rund um Yei im Bundesstaat Central Equatoria wurde seit dem Wochenende gekämpft. Viele Soldaten sollen auf die Seite der Rebellen übergelaufen sein.

SDA/ajk

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