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Freie Syrische Armee soll Kindersoldaten einsetzen

Die syrischen Rebellen sollen für ihren Kampf gegen die Regierung Kindersoldaten rekrutiert haben. Derweil stösst Friedensvermittler Kofi Annan bei seiner Reise in China auf erste diplomatische Erfolge.

Kämpfen seit gut einem Jahr gegen Assads Streitkräfte: Mitglieder der Freien Syrischen Armee. (Archivbild)
Kämpfen seit gut einem Jahr gegen Assads Streitkräfte: Mitglieder der Freien Syrischen Armee. (Archivbild)
Keystone

Die syrischen Rebellen sollen in ihrem Kampf gegen Truppen von Präsident Bashar al-Assad auch Kindersoldaten eingesetzt haben. Die UN-Beauftragte für Kinder in bewaffneten Konflikten, Radhika Coomaraswamy, sagte am Montag in New York, ihr seien Informationen zugekommen, nach denen unter den Kämpfern der Freien Syrischen Armee auch Kinder seien. Es sei ihr «nicht möglich» gewesen, diese Informationen «zu verifizieren», fügte Coomaraswamy hinzu.

Der Einsatz von unter 16-Jährigen als Soldaten ist durch internationale Konventionen verboten. Die Freie Syrische Armee besteht vor allem aus Dissidenten der regulären syrischen Streitkräfte. Der Aufstand begann vor gut einem Jahr. Seither wurden nach Aufstellungen der Londoner Beobachtungsstelle für Menschenrechte in Syrien mehr als 9100 Menschen getötet.

Annan zu Gesprächen in China

China hat «alle» Konfliktparteien in Syrien aufgerufen, mit dem Sondergesandten von UNO und Arabischer Liga, Kofi Annan, zusammenzuarbeiten. Beide Seiten in Syrien müssten sich an den Vermittlungsbemühungen Annans beteiligen.

Nur so könne eine politische Lösung des Konflikts gefunden werden, sagte ein Sprecher des chinesischen Aussenministeriums am Dienstag nach Annans Ankunft in Peking zu politischen Gesprächen.

Annan will in Peking um Unterstützung für seinen Friedensplan werben, mit dem ein Ende des seit mehr als einem Jahr andauernden blutigen Konflikts in Syrien mit Tausenden Toten erreicht werden soll.

Regierungstruppen sollen sich von Protesthochburgen zurückziehen

Dazu sollen sich unter anderem die Regierungstruppen aus den Protesthochburgen zurückziehen, humanitäre Helfer Zugang zu Kampfzonen erhalten und Gefangene freigelassen werden. Am Sonntag hatte der russische Präsident Dmitri Medwedew Annan seine Unterstützung zugesagt.

Bei seinen Gesprächen am Dienstag und Mittwoch in Peking will Annan auch die chinesische Führung von seinem Sechs-Punkte-Plan überzeugen. Russland und China hatten gegen zwei Resolutionsentwürfe des UNO-Sicherheitsrats zu Syrien ihr Veto eingelegt.

Sie begründeten dies damit, dass in den Entwürfen nur die Gewalt der syrischen Sicherheitskräfte, aber nicht die der Rebellen verurteilt werde. Die Unterstützung der beiden Veto-Mächte für Annans Plan ist entscheidend für eine Beilegung der Krise.

AFP/mrs

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