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Frist für kroatische Geisel läuft ab

Die Bemühungen um die Rettung von Tomislav Salopek aus den Händen des IS wurden verstärkt. Kroatien und Ägypten arbeiten eng zusammen – doch die Zeit läuft davon.

Austausch von «muslimischen Frauen» gefordert: Ein IS-Kämpfer zeigt die kroatische Geisel in einem Video. (5. August 2015)
Austausch von «muslimischen Frauen» gefordert: Ein IS-Kämpfer zeigt die kroatische Geisel in einem Video. (5. August 2015)
Keystone

Angesichts des Ablaufs einer in einem Video der Terrormiliz Islamischer Staat genannten Frist sind am Freitag die Bemühungen um eine Rettung einer kroatischen Geisel in IS-Gewalt verstärkt worden. Der ägyptische Ableger des IS hatte am Mittwoch erklärt, er werde den 30-jährigen Tomislav Salopek in 48 Stunden töten, sollte die ägyptische Regierung nicht wie gefordert inhaftierte «muslimische Frauen» freilassen.

Während Sympathisanten der Extremisten in sozialen Medien auf das Verstreichen der Frist verwiesen, traf sich die kroatische Aussenministerin Vesna Pusic in Kairo mit ihrem ägyptischen Amtskollegen Sameh Schukri. Dessen Büro teilte mit, der Aussenminister habe versprochen, Ägypten werde bei der Suche nach Salopek «nichts unversucht lassen».

Intensive Suche

Salopek wurde im Juli in Kairo entführt. Der Kroate ist verheiratet und Vater zweier Kinder. Er war zuletzt in der Öl- und Gasindustrie tätig. Das Video, in dem mit seiner Tötung gedroht wurde, war das erste des ägyptischen IS-Ablegers, in dem eine ausländische Geisel in Ägypten zu sehen war. Es wurde von IS-Sympathisanten in sozialen Medien verbreitet. Die Aufnahmen erinnerten an vorherige IS-Propagandavideos, in denen die Terroristen Geiseln drohen oder sie enthaupten.

Die kroatische Präsidentin Kolinda Grabar-Kitarovic sagte am Freitag, sie werde mit dem ägyptischen Staatschef Abdel Fattah al-Sisi über die Entführung sprechen. Die kroatischen Behörden täten alles in ihrer Macht Stehende. Aus Sorge um Salopeks Sicherheit könne sie aber nicht ins Detail gehen, erklärte Grabar-Kitarovic. Aus ägyptischen Sicherheitskreisen verlautete, Sicherheitskräfte suchten im Land nach Salopek.

SDA/chk

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