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Fünf Mitglieder einer Familie bei Luftangriff getötet

Der gegenseitige Beschuss zwischen dem Gazastreifen und Israel geht weiter. Ein israelischer Luftangriff fordert mindestens fünf Tote, ein israelischer Junge stirbt durch eine palästinensische Mörsergranate.

Feiern sich als Sieger: Palästinenser in Gaza-Stadt nach der Einigung auf die Waffenruhe. (26. August 2014)
Feiern sich als Sieger: Palästinenser in Gaza-Stadt nach der Einigung auf die Waffenruhe. (26. August 2014)
AP Photo/Khalil Hamra, Keystone
Jubel in Gaza-Stadt: Eine Familie in einem Auto. (26. August 2014)
Jubel in Gaza-Stadt: Eine Familie in einem Auto. (26. August 2014)
AP Photo/Adel Hana, Keystone
Public Viewing der besonderen Art: Israelis sitzen auf einem Sofa auf einem Hügel der Stadt Sderot und blicken in Richtung Gazastreifen. (12. Juli 2014)
Public Viewing der besonderen Art: Israelis sitzen auf einem Sofa auf einem Hügel der Stadt Sderot und blicken in Richtung Gazastreifen. (12. Juli 2014)
Lefteris Pitarakis, Keystone
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Bei einem israelischen Luftangriff im Gazastreifen sind am Samstag fünf Palästinenser getötet worden. Wie Vertreter der palästinensischen Rettungskräfte mitteilten, wurden bei dem Luftangriff auf ein Wohnhaus in der Nähe des Flüchtlingslagers Nusseirat im Zentrum des Gazastreifens zwei Frauen, zwei Kinder und ein Mann getötet, die alle derselben Familie angehörten.

Der Leiter der Rettungskräfte, Aschraf al-Kudra, hatte zunächst von drei Toten und fünf Verletzten gesprochen. Nach Angaben von Ärzten in Deir al-Balah erlagen später aber weitere Menschen ihren Verletzungen.

Bombardiert wurden nach Angaben von Augenzeugen und Behördenvertretern auch drei Moscheen in Chan Junis im Süden des Gazastreifens und im Flüchtlingslager Schati. Bei einem Angriff auf ein Haus in Seitun im Osten von Gaza wurden laut den Rettungskräften zudem sieben Menschen verletzt.

Die israelische Luftwaffe flog nach eigenen Angaben am frühen Samstagmorgen 20 Luftangriffe im Gazastreifen. Im Süden Israels schlugen demnach drei Geschosse aus dem Gazastreifen ein.

Granate tötet israelisches Kind

Eine befristete Waffenruhe war noch vor ihrem Ablauf in der Nacht zum Mittwoch gescheitert. Seitdem wurden nach Angaben der Rettungskräfte 81 Menschen im Gazastreifen getötet. Am Freitag starb bei einem Granatangriff in Südisrael ein vierjähriges Kind. Der israelische Premierminister Benjamin Netanyahu kündigte darauf an, Hamas werde einen hohen Preis für den Tod des Jungen zahlen.

Seit Beginn der israelischen Militäroffensive am 8. Juli wurden mindestens 2097 Palästinenser getötet. Die UNO schätzen den Anteil der zivilen Opfer auf 70 Prozent. Die israelische Armee erklärte hingegen, bei 40 bis 50 Prozent der Getöteten handele es sich um «bewaffnete Kämpfer». Auf israelischer Seite gab es 68 Tote, darunter vier Zivilisten.

SDA/rub

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