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Genfer Verhandlungen enden ohne Ergebnis

Getrennte Gespräche zu einer möglichen Feuerpause im Jemenkonflikt sind in Genf nach fünf Tagen ohne Vereinbarung beendet worden.

Trotzdem optimistisch: Ismail Ould Scheich Ahmed, der Uno-Sondergesandte für das Land, iniformiert die Medien in Genf. (19. Juni 2015)
Trotzdem optimistisch: Ismail Ould Scheich Ahmed, der Uno-Sondergesandte für das Land, iniformiert die Medien in Genf. (19. Juni 2015)
Martial Trezzini, Keystone

Der Uno-Vermittler Ismail Ould Scheich Ahmed versprach, seine Bemühungen zu verstärken. Die Konsultationen in Genf seien nur der Beginn eines langen Prozesses gewesen, sagte Ahmed vor den Medien. Es sei kein Termin abgemacht worden für eine Fortsetzung der Gespräche. Trotzdem sprach Ahmed von «positiven Zeichen».

Er gehe mit einem gewissen Optimismus aus dieser Gesprächsrunde. Bei den Konfliktparteien sei ein Wille erkennbar, über Modalitäten einer Waffenruhe zu diskutieren. Er gehe davon aus, dass in künftigen Gesprächen auf dieser Basis weiter gearbeitet werden könne.

Seine Delegation sei «voller Hoffnung» zu den Gesprächen unter UNO-Vermittlung angereist, sagte der Aussenminister der jemenitischen Exil-Regierung, Riad Jassin, vor Journalisten in Genf. Die Delegation der Huthi-Rebellen habe es jedoch «leider nicht ermöglicht», bei den Gesprächen «echte Fortschritte» zu erzielen. Die Bemühungen um eine Verhandlungslösung sollten aber fortgesetzt werden.

Milliardenhilfe ist nötig

In dem blutigen Konflikt zwischen den vom Iran unterstützten schiitischen Rebellen und den Kräften, die loyal zu dem nach Saudiarabien geflüchteten Präsidenten Ali Abdullah Saleh stehen, sind bereits mehr als 2600 Menschen getötet worden.

Die Uno erhöhte inzwischen die Schätzung für den Hilfsbedarf auf 1,6 Milliarden Dollar. Inzwischen sind vier Fünftel der Gesamtbevölkerung von 21 Millionen Menschen auf Hilfe von aussen angewiesen.

Millionen Menschen hätten kein sauberes Wasser und erhielten keine Gesundheitsversorgung, sagte der Sprecher des Uno-Büros für die Koordinierung der humanitären Hilfe (Ocha), Jens Laerke, in Genf. Inzwischen breiteten sich Krankheiten wie das Dengue-Fieber und Malaria aus.

SDA/fal

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