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Ghadhafi, der gute Freund

Es ist nicht allzu lange her, dass der Westen den libyschen Staatschef mit offenen Armen empfing. Zuvor hatte Ghadhafi Massenvernichtungswaffen und Terror abgeschworen, in der Pipeline warteten gute Geschäfte.

Der Diktator in Operettenuniform: Ghadhafi im September 2009 an der Parade zum 40. Jahrestag der libyschen Revolution. (1. September 2009)
Der Diktator in Operettenuniform: Ghadhafi im September 2009 an der Parade zum 40. Jahrestag der libyschen Revolution. (1. September 2009)
Keystone
Das Bild zeigt den jungen Ghadhafi salutierend mit dem ägyptsichen Ministerpräsidenten Gamal Abdel Nasser. (Suez 1969)
Das Bild zeigt den jungen Ghadhafi salutierend mit dem ägyptsichen Ministerpräsidenten Gamal Abdel Nasser. (Suez 1969)
Farouk Ibrahim, Keystone
Ghadhafi 1977 in Tripolis an einem Gipfel der Arabischen Liga.
Ghadhafi 1977 in Tripolis an einem Gipfel der Arabischen Liga.
Keystone
Fidel Castro und Muammar al-Ghadhafi bei einer Besprechung in Tripolis. (März 1977)
Fidel Castro und Muammar al-Ghadhafi bei einer Besprechung in Tripolis. (März 1977)
Ex-Press
Der Privatmann: Ghadhafi mit seiner Frau (hinten rechts) und unbekannten Verehrerinnen ... (undatierte Aufnahme)
Der Privatmann: Ghadhafi mit seiner Frau (hinten rechts) und unbekannten Verehrerinnen ... (undatierte Aufnahme)
AFP
... und an einer Familienhochzeit. (undatierte Aufnahme)
... und an einer Familienhochzeit. (undatierte Aufnahme)
AFP
Während der Amtszeit von George W. Bush schwor Ghadhafi Massenvernichtungswaffen und dem Terror ab. Daraufhin normalisierte die US-Regierung die eingefrorenen Beziehungen zu Libyen. Waffenlieferungen an Tripolis und Abkommen über Erdölförderung folgten. Ghadhafi avancierte zum Liebling des Westens ... (Dezember 2003)
Während der Amtszeit von George W. Bush schwor Ghadhafi Massenvernichtungswaffen und dem Terror ab. Daraufhin normalisierte die US-Regierung die eingefrorenen Beziehungen zu Libyen. Waffenlieferungen an Tripolis und Abkommen über Erdölförderung folgten. Ghadhafi avancierte zum Liebling des Westens ... (Dezember 2003)
Keystone
... und empfing die neuen Freunde gern. Der britische Premier Tony Blair flog 2004 zu Gesprächen mit Ghadhafi nach Libyen und lobte den Revolutionsführer für seine Abkehr vom libyschen Nuklearprogramm. Es folgten britische Geschäftsverbindungen mit Libyen. Unter anderem verkauften die Briten Libyen militärische Ausrüstung im Wert von 40 Millionen Pfund. (29. Mai 2007)
... und empfing die neuen Freunde gern. Der britische Premier Tony Blair flog 2004 zu Gesprächen mit Ghadhafi nach Libyen und lobte den Revolutionsführer für seine Abkehr vom libyschen Nuklearprogramm. Es folgten britische Geschäftsverbindungen mit Libyen. Unter anderem verkauften die Briten Libyen militärische Ausrüstung im Wert von 40 Millionen Pfund. (29. Mai 2007)
Reuters
Nachdem Ghadhafi Kompensationszahlungen für die Opfer des Anschlags auf eine Berliner Diskothek im Jahr 1986 zugesagt hatte, reiste der damalige Bundeskanzler Gerhard Schröder 2004 nach Tripolis. Während des Besuchs wurden deutsche Ölbohrungen eingeleitet. (2004)
Nachdem Ghadhafi Kompensationszahlungen für die Opfer des Anschlags auf eine Berliner Diskothek im Jahr 1986 zugesagt hatte, reiste der damalige Bundeskanzler Gerhard Schröder 2004 nach Tripolis. Während des Besuchs wurden deutsche Ölbohrungen eingeleitet. (2004)
Reuters
2007 schlug Ghadhafi sein Zelt in der französischen Hauptstadt Paris auf und wurde von Staatspräsident Nicholas Sarkozy mit allen militärischen Ehren empfangen. Waffen- und Atomgeschäfte wurden verhandelt, Ghadhafi blieb drei Tage länger als geplant. Noch im Herbst 2010 einigten sich die beiden Länder auf eine strategische Partnerschaft zum Bau eines Kernkraftwerks und der Lieferung von Airbus-Kampfjets an Libyen. (10. Dezember 2007)
2007 schlug Ghadhafi sein Zelt in der französischen Hauptstadt Paris auf und wurde von Staatspräsident Nicholas Sarkozy mit allen militärischen Ehren empfangen. Waffen- und Atomgeschäfte wurden verhandelt, Ghadhafi blieb drei Tage länger als geplant. Noch im Herbst 2010 einigten sich die beiden Länder auf eine strategische Partnerschaft zum Bau eines Kernkraftwerks und der Lieferung von Airbus-Kampfjets an Libyen. (10. Dezember 2007)
Reuters
Der Oberst wohnte auch auf Auslandreisen stets in einem Zelt. Hier empfängt er in Kiew die ukrainische Premierministerin Julija Tymoschenko. (November 2008)
Der Oberst wohnte auch auf Auslandreisen stets in einem Zelt. Hier empfängt er in Kiew die ukrainische Premierministerin Julija Tymoschenko. (November 2008)
Keystone
Silvio Berlusconi: Bei Ghadhafis Besuch in Italien im Juni 2009 sprach Berlusconi von einer «echten und tiefen Freundschaft» zum libyschen Staatschef. Im Jahr zuvor hatte die Regierung in Rom zugesagt, Libyen Entschädigungszahlungen für die Kolonialzeit von 1911 bis 1941 zu gewähren. (10. Juni 2009)
Silvio Berlusconi: Bei Ghadhafis Besuch in Italien im Juni 2009 sprach Berlusconi von einer «echten und tiefen Freundschaft» zum libyschen Staatschef. Im Jahr zuvor hatte die Regierung in Rom zugesagt, Libyen Entschädigungszahlungen für die Kolonialzeit von 1911 bis 1941 zu gewähren. (10. Juni 2009)
Reuters
Hugo Chávez: Der venezolanische Staatspräsident hat Ghadhafi in der Vergangenheit mehrfach verteidigt und die libyschen Rebellen als Terroristen bezeichnet. Den NATO-Einsatz wertete er als «imperialistischen Krieg» um Öl auf Kosten Unschuldiger. Die beiden Generäle und Ölgiganten verbindet eine jahrelange Freundschaft. Unter anderem wurde ein Stadion bei Benghazi nach Chávez benannt. (23. Oktober 2010)
Hugo Chávez: Der venezolanische Staatspräsident hat Ghadhafi in der Vergangenheit mehrfach verteidigt und die libyschen Rebellen als Terroristen bezeichnet. Den NATO-Einsatz wertete er als «imperialistischen Krieg» um Öl auf Kosten Unschuldiger. Die beiden Generäle und Ölgiganten verbindet eine jahrelange Freundschaft. Unter anderem wurde ein Stadion bei Benghazi nach Chávez benannt. (23. Oktober 2010)
Reuters
Nato-Bombardement zur Unterstützung der libyschen Rebellen: Einsätze vom französischen Flugzeugträger Charles de Gaulle aus. (28. März 2011)
Nato-Bombardement zur Unterstützung der libyschen Rebellen: Einsätze vom französischen Flugzeugträger Charles de Gaulle aus. (28. März 2011)
Reuters
Noch in Siegerpose: Muammar al-Ghadhafi in seinem Fort Bab al Aziza in Tripolis. (10. April 2011)
Noch in Siegerpose: Muammar al-Ghadhafi in seinem Fort Bab al Aziza in Tripolis. (10. April 2011)
Keystone
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